Umfrage: Religion und Glaube sind wieder "in"
zuletzt aktualisiert: 12.04.2006 - 06:46Frankfurt/Main (rpo). Das wird nicht nur Papst Benedikt XVI. freuen. Knapp ein Jahr nach der Papstwahl wenden sich wieder mehr Deutsche dem Glauben zu. Besonders für 18- bis 26-Jährige nimmt der Glaube laut einer Umfrage einen wichtigen Stellenwert ein.
Der Anteil der Bevölkerung, der aus Glaubensüberzeugungen Kraft gewinnt, hat sich einer Umfrage zufolge seit Mitte der 90er Jahre in der Altergruppe zwischen 16 und 29 Jahren von 18 auf 26 Prozent erhöht. Bei den Personen zwischen 30 und 44 Jahren ist der Anteil von 27 auf 34 Prozent gestiegen, wie das Institut für Demoskopie Allensbach in seinem jüngsten Monatsbericht für die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" schreibt.
Die Erwartung, dass religiöse Bindungen künftig immer schwächer würden, habe sich indessen zurückgebildet, zum Beispiel seit 1995 von 41 auf 28 Prozent in der Altersgruppe unter 30 Jahren.
Deutliche Unterschiede in den Einstellungen von religiös Engagierten und Indifferenten gibt es in der Altergruppe unter 30 Jahren. 69 Prozent der religiös Engagierten setzen sich für soziale Gerechtigkeit ein, aber nur 52 Prozent der Unbeteiligten. 69 Prozent der ersten Gruppe wollen Menschen in Not helfen, aber nur 46 Prozent der zweiten Gruppe.
Auch der Kinderwunsch unterscheidet beide Gruppen: 61 Prozent der religiös Engagierten sprechen sich für Kinder aus, hingegen nur 32 Prozent der Indifferenten. An der Umfrage hatten sich rund 2.000 Personen beteiligt.









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