| 15.25 Uhr

Baum stürzte bei Sturm um
15-Jähriger bei Unwetter getötet - Ermittlungen eingeleitet

Jugendlicher in Zeltlager von Baum erschlagen
Jugendlicher in Zeltlager von Baum erschlagen FOTO: dpa, cul
Rickenbach . Bei einem schweren Unwetter in Rickenbach in Baden-Württemberg ist in der Nacht zum Mittwoch ein 15-jähriger Jugendlicher von einem Baum erschlagen worden. Jetzt hat sich auch die Staatsanwaltschaft eingeschaltet.

Es gehe um einen nicht natürlichen Todesfall. "Da wird die Staatsanwaltschaft informiert", sagte eine Sprecherin der Behörde in der Kreisstadt Waldshut-Tiengen am Mittwoch. Weitere Informationen sollten im Laufe des Tages folgen.

Der Junge hatte mit einer Gruppe und mehreren Betreuern in einem Jugendzeltlager bei Rickenbach im Landkreis Waldshut übernachtet. Während des Unwetters stürzte ein großer Baum um und traf mehrerer Zelte.

Die Polizei korrigierte die Zahl der Verletzten gegenüber ersten Mitteilungen von vier auf drei nach unten. Bei den Verletzten handelt es sich demnach um einen dreizehnjährigen Jungen und zwei 14-Jährige. Einer der beiden 14-Jährigen sei so schwer verletzt worden, dass er mit einem Hubschrauber in ein Krankenhaus gebracht werden musste. Die Polizei wurde gegen 2 Uhr morgens alarmiert. Die Gemeinde Rickenbach befindet sich nahe der Grenze zur Schweiz.

"Kurz und heftig"

Das Unwetter ist nach Darstellung der örtlichen Feuerwehr relativ überraschend gekommen. "Das war kurz und heftig", sagte Tobias Ücker, Kommandant der Feuerwehr in Rickenbach. 

Die Jugendlichen gehörten zu einem Zeltlager einer Gruppe aus dem Raum Stuttgart. Insgesamt befanden sich laut Polizei 17 Heranwachsende im Alter von 13 bis 16 Jahren und vier Betreuer in der Ferienfreizeit. Ein Teil der Gruppe hielt sich während des Unwetters in dem Gemeinschaftszelt auf, der andere in einer nahe gelegenen Schutzhütte. 

Möglicherweise hatte die Gruppe eine Wanderung unternommen und sich dort ein Nachtlager gesucht. Das müsse aber noch geklärt werden, sagte der Polizeisprecher. Die Polizei geht nach der Spurenlage davon aus, dass ein Sturm den Baum zum Umstürzen brachte. Anzeichen eines Blitzeinschlags seien zunächst nicht gefunden worden.

Der Deutsche Wetterdienst hatte für das Gebiet am Mittwochmorgen die höchste Gewitterwarnstufe ausgerufen. Den Angaben zufolge stürzten in der Region viele Bäume um und beschädigten zum Teil parkende Autos.

Häuser wurden durch herumfliegende Dachziegel beschädigt. Zu weiteren Verletzten machte die Polizei zunächst keine Angaben.

(csr/AFP/dpa)
 
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