Brand in Dormagener Chemiepark: Riesige Rauchwolke zieht Richtung Köln
zuletzt aktualisiert: 17.03.2008 - 21:42Dormagen (RPO). Eine geplatzte Leitung mit dem hochentzündlichen Gas Ethylen hat am Montag einen Großbrand im Dormagener Chemiepark ausgelöst. Eine 15 Meter hohe Stichflamme brachte einen mit giftigem Acrylnitril gefüllten Tanker zum explodieren. Eine riesige Rauchwolke zog in Richtung Köln.
Die Löscharbeiten könnten sich noch über Stunden hinziehen, sagte Feuerwehrsprecher Markus Fertig am Abend. Verletzt worden ist nach bisherigen Erkenntnissen niemand, teilte die Polizei mit.
Rund 100 Einsatzkräfte der Feuerwehr waren im Einsatz. Nach Angaben des WDR muss ein Gastank gekühlt werden, um eine Explosion zu verhindern. Angrenzende Gebäude wurden evakuiert.
Giftig ist das zur Kunststoff-Herstellung verwendete Ethylen-Gas laut Konzern-Sprecher Giefers nicht. Anwohner wurden jedoch aufgefordert, aufgrund der starken Rauchentwicklung Fenster und Türen geschlossen zu halten. Eine riesige Rußwolke sei in 500 Metern Höhe Richtung Köln gezogen, sagte eine Sprecherin der Stadt. Die Berufsfeuerwehr hätte bei Messungen jedoch keine Schadstoffe feststellen können.
Aus Sicherheitsgründen stoppte die Bahn den Zugverkehr auf der Strecke zwischen Köln-Worringen und Dormagen. Das Problem: Die brennende Pipeline verläuft Medienberichten zufolge unter der Bahnstrecke. Auch die angrenzende Autobahn A57 musste zwischen dem Kreuz Köln-Nord und Kreuz Neuss-Süd gesperrt werden. Durch den Rauch kam es zu starker Sichtbehinderung.
Ethylen wird in Dormagen zur Kunststoff-Herstellung produziert.
Die OPINIO-Autorin Hopeless29 wohnt nur 500 Meter von dem Unglücksort entfernt und hat den Brand mit dem Handy gefilmt. Klicken Sie auf das Video.
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