Ein Seehund am Strand von Binz auf der Insel Rügen: Die Tiere werden in diesem Sommer immer häufiger an der Küste gesichtet. Viele Urlauber wie dieses Kind sind unsicher, wie sie mit den Tieren umgehen sollen.
Die Robben wirken schlaff und krank. Manche Urlauber haben sogar schon versucht, sie ins Wasser zurück zu ziehen.
Dabei ruhen die zutraulichen Tiere sich nur aus, sagt Christof Herrmann, Spezialist für Meeressäuger am Landesamt für Umwelt, Naturschutz und Geologie Mecklenburg-Vorpommern in Güstrow.
Ohnehin sei Vorsicht geboten, wenn man sich den Tieren zu dicht nähere, etwa um ein Foto zu machen. Denn Robben könnten auch gefährlich sein, wenn sie sich bedroht fühlen.
Derzeit vergeht kaum ein Tag, an dem nicht an irgendeinem Ostseestrand ein junger Seehund oder eine Kegelrobbe gesichtet wird.
Nach Jahrzehnten des Jagdverbots im gesamten Ostseeraum haben sich die Bestände deutlich erholt.
Forscher vermuten, dass die Tiere zum Großteil von Dänemark stammen, darunter von einer Seehundbank bei Gedser.