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Häuser in Rottach-Egern evakuiert
Erdwärmebohrung lässt Straße zwei Meter absacken

Rottach-Egern: Straße nach Erdwärmebohrung abgesackt
Rottach-Egern: Straße nach Erdwärmebohrung abgesackt FOTO: dpa, shp fdt
Rottach-Egern. In Rottach-Egern am Tegernsee ist bei einer Erdwärmebohrung eine Straße fast zwei Meter abgesackt. Mitarbeiter einer Geothermiefirma hatten eine Wasserblase angestoßen, wie das Landratsamt Miesbach am Mittwoch mitteilte.

"Dadurch gab das Erdreich nach", erläuterte Birger Nemitz den Vorfall vom Dienstagnachmittag. Eine Straße, die von der durch den Kurort führenden Bundesstraße abzweigt, sackte teilweise ab, die Teerdecke zerriss mit einem Durchmesser von etwa 20 Metern.

Nach den Angaben des Behördensprechers wurden mehrere Häuser rund um die Unglücksstelle evakuiert. Ein angrenzender Drogeriemarkt wurde geschlossen. Die Bewohner kamen bei Verwandten oder Freunden unter, ein Anwohner wurde in einem Hotel einquartiert. Rottach-Egerns Bürgermeister Christian Köck (CSU) sprach von einer reinen Vorsichtsmaßnahme.

Die Bohrungen dienen der Erdwärmeversorgung eines neugebauten Privathauses. Die exakte Schadenshöhe war zunächst unbekannt, dürfte aber nach ersten Schätzungen aus dem Rathaus in Rottach-Egern im sechsstelligen Bereich liegen. "Bezahlen muss das der Bauherr", sagte der Sprecher des Landratsamtes. Zunächst hatte das Internetportal "Tegernseer Stimme" über den Vorfall berichtet.

(felt/dpa)
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