Randale bei Feier nach Filmpremiere: Rowdys machten Berlinale-Party zum Tollhaus
zuletzt aktualisiert: 16.02.2011 - 17:37Berlin (RPO). Vermutlich Sympathisanten des geräumten linksautonomen Wohnprojekts "Liebig 14" haben in der Nacht zu Mittwoch bei einer Premierenfeier der Berlinale randaliert. Die Täter hätten in einem Hotel am Lützowufer erheblichen Sachschaden angerichtet, teilte die Polizei mit.
Die Party fand im Anschluss an eine Kinopremiere statt. Vermutlich hatten sich die Randalierer unter die geladenen Gäste gemischt.
Laut Polizei zerstörten die Täter Glastische, warfen Gläser und Flaschen auf den Boden, urinierten auf die Teppiche, verursachten eine Überschwemmung im Toilettenbereich und zerschlugen Inventar. Zwei betrunkene Männer im Alter von 23 und 30 Jahren sowie eine 29-jährige Frau wurden vorläufig festgenommen und zur Blutentnahme gebracht.
Der innenpolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Robbin Juhnke, sagte, die Straftaten von "Liebig 14"-Unterstützern bedrohten das Ansehen Berlins. Jetzt sei auch die Berlinale Ziel der Angriffe geworden. Hier werde offensichtlich, dass es nicht um Protest gegen Mietsteigerung oder für bestimmte Wohnformen gehe, "sondern um Lust am Krawall einer halbstarken Spaßguerilla".
Seit der Räumung des Wohnprojekts in der Liebigstraße 14 im Stadtteil Friedrichshain Anfang Februar war es in Berlin sowie anderen deutschen Städten wiederholt zu gewaltsamen Protesten von Sympathisanten gekommen.
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