Mehrere Orte in Europa betroffen

Behörden melden erhöhte Radioaktivität auch in Sachsen

Hintergrund: Bewertungsskala für nukleare Ereignisse FOTO:

Berlin. Nachdem bereits in anderen europäischen Ländern erhöhte Radioaktivität gemessen worden ist, melden nun auch deutsche Messstellen leicht erhöhte Radioaktivitätswerte.

Die Spuren des Stoffes Ruthenium-106 (Ru-106) seien im sächsischen Görlitz festgestellt worden, teilte das Bundesamts für Strahlenschutz am Mittwoch auf Anfrage mit. Es gebe keinerlei Gesundheitsgefahr.

Die Ursache für die erhöhten Radioaktivitätswerte an mehreren europäischen Messstellen ist weiterhin unbekannt. "Wo das herkommt, können wir noch nicht sagen", sagte ein Sprecher. Möglich seien Quellen im Bereich Ukraine oder Südrussland.

Am Vortag hatte das Amt mitgeteilt, dass in mehreren Orten in Europa in den vergangenen Tagen geringe Mengen an Ruthenium-106 gemessen worden seien. Betroffen war unter anderem Österreich, aber nicht Deutschland. Ein Unfall in einem Atomkraftwerk sei als Ursache ausgeschlossen. Ruthenium-106 wird demnach unter anderem für die Krebstherapie und in der Stromversorgung von Satelliten eingesetzt.

(felt/dpa)

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