Berlin-Köpenick: Säugling in Toilettenschüssel entdeckt
zuletzt aktualisiert: 12.11.2006 - 13:57Berlin (RPO). Feuerwehrleute haben ein Neugeborenes schwerverletzt aus der Toilettenschüssel eines Baumarktes in Berlin-Köpenick gerettet. Wie die Polizei am Sonntag mitteilte, hatte die Mutter auf der Toilette entbunden. Das Landeskriminalamt übernahm die weiteren Ermittlungen.
Der Junge habe eine Kopfverletzung erlitten und nur geringe Überlebenschancen. Es gebe keinen dringenden Verdacht einer Straftat.
Laut Polizeibericht war die Feuerwehr am Samstag in den Baumarkt gerufen worden. Dort befand sich eine Mitarbeiterin seit geraumer Zeit auf der Toilette. Es wurden Blutspritzer gesehen.
Die Frau hinter der Toilettentür sprach von Kreislaufproblemen. Als die Tür von außen geöffnet wurde, kam die 23-Jährige sofort aus der Toilette heraus und schloss die Tür hinter sich. Blutspritzer auf ihrer Kleidung erklärte sie mit starken Regelblutungen.
Die Feuerwehr entdeckte schließlich das frischgeborene, lebende Kind in der Toilettenschüssel. Die Frau gab an, sie habe nichts von der Schwangerschaft gewusst. Sie sei bei einem Arzt gewesen, der ihr nichts davon gesagt habe. Für ihren zunehmenden Bauchumfang hatte die Frau nach Polizeiangaben eine Krankheit verantwortlich gemacht.
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