Mehr als 170 Menschen erkrankt: Salmonellen-Epidemie in Fuldaer Klinikum
zuletzt aktualisiert: 13.05.2007 - 13:18Fulda (RPO). In Fulda grassiert eine Salmonellen-Epidemie. Seit mehreren Wochen kämpfen das Klinikum und ein Seniorenheim der Stadt gegen die Krankheitswelle. Seit dem Ausbruch erkrankten mehr als 170 Menschen, teilte das Klinikum mit. Die Ursache für den Krankheitsausbruch war am Wochenende noch unklar.
Ungeklärt ist auch, ob Patienten in Folge der Infektion starben. In dem Klinikum starben seit Beginn der Krankheitswelle den Angaben zufolge drei Menschen, bei einer Patientin sei ein mittelbarer Zusammenhang mit der Salmonellen-Vergiftung zu vermuten. Darüber hinaus habe es auch in dem Seniorenheim drei Todesfälle gegeben, von denen bei zweien Salmonellen als Todesursache ausgeschlossen werden könnten, erklärte die Klinikleitung unter Berufung auf das Fuldaer Kreisgesundheitsamt. Bei einem Fall stehe das Ergebnis der Überprüfung noch aus.
Im Klinikum Fulda waren seit Ende April sowohl 95 Patienten als auch 56 Mitarbeiter positiv auf Salmonellen getestet worden. Die letzte Neuerkrankung wurde den Angaben zufolge am vergangenen Montag festgestellt. Salmonellen sind Bakterien und können schwere Erkrankungen hervor rufen, die sogar zum Tod führen können.
In Zusammenarbeit mit den zuständigen Behörden seien Vorkehrungsmaßnahmen getroffen worden, die weit über das gesetzliche Maß hinaus gingen. "Der Klinikbetrieb läuft normal weiter", sagte der medizinische Direktor Achim Hellinger auf AP-Anfrage. Bei Untersuchungen des Klinikessens gab es laut Klinikleitung keine Hinweise auf Salmonellen. Die Küche als Ausgangspunkt könne jedoch erst nach Abschluss aller vorgeschriebenen Untersuchungen ausgeschlossen werden.
In dem Fuldaer Seniorenheim gab es den Angaben zufolge zudem Infektionen mit dem Brechdurchfallerreger Norovirus. Insgesamt zehn der 23 betroffenen Heimbewohner litten gar an einer Doppelinfektion. Auch bei zwei Mitarbeitern seien Salmonellen nachgewiesen worden.
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