Heiße Spur: Schlüpfte Mitjas Mörder in Heimatdorf unter?
zuletzt aktualisiert: 28.02.2007 - 12:47Leipzig (RPO). Die Polizei hat die Suche nach dem Mörder des neunjährigen Mitja am Mittwoch auf Sachsen-Anhalt ausgedehnt. Wie ein Sprecher bestätigte, wurden Einsatzkräfte in die Region Bitterfeld gebracht. Dort solle es in der Ortschaft Holzweißig eine neue Spur des flüchtigen Uwe K. geben. Der vorbestrafte Kinderschänder ist in der Region aufgewachsen und hat Familie dort.
Holzweißig liegt rund 30 Kilometer vom Fundort der am Donnerstag entdeckten Leiche des Jungen entfernt. Der 43-jährige vorbestrafte Kinderschänder ist in der Region aufgewachsen und hat noch immer familiäre Verbindungen dorthin. Bereits am Dienstag hatte die Polizei eine Spur des Gesuchten in einem Vorort von Delitzsch gefunden, die aber zu keinem Ergebnis führte.
Der neunjährige Mitja war am Donnerstag verschwunden. Letztes Lebenszeichen sind Bilder von einer Überwachungskamera in der Straßenbahn. Darauf ist zu sehen, wie er neben Uwe Kolbig sitzt. Die Leiche des Kindes lag in einer Kleingartenanlage am Rande von Leipzig. Der Neunjährige wurde erstickt und zuvor wahrscheinlich missbraucht. Sichergestellte Spuren sollen mit DNA-Material Kolbigs abgeglichen werden, das in der DNA-Analyse-Datei des Bundeskriminalamtes eingelagert ist. Das Ergebnis der Obduktion wurde noch nicht bekannt gegeben.
Uwe K. steht im dringenden Verdacht, Mitja am Donnerstag in Schkeuditz nordwestlich von Leipzig sexuell missbraucht und anschließend ermordet zu haben. Die Polizei war ihm durch Bilder einer Überwachungskamera aus der Straßenbahn auf die Spur gekommen. Seitdem sucht die Polizei fieberhaft nach dem fünffach vorbestraften Sexualverbrecher.
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