Wintereinbruch in Bayern: Schnee erreicht die Niederungen
zuletzt aktualisiert: 21.10.2007 - 12:39München (RPO). Der Herbst ist noch nicht vorbei, da bricht über Bayern der Winter herein. Schnee erreichte sogar tiefer gelegenen Gebiete. In München waren Wiesen und parkende Autos weiß überzogen. Am meisten Schnee kam am Alpenrand in Oberbayern herunter. In Aschau fielen 21 Zentimeter Neuschnee.
Ebenso viel Schnee war es in der Ramsau, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) mitteilte. In Garmisch-Partenkirchen und Kiefersfelden beträgt die Schneehöhe inzwischen rund zehn Zentimeter. Auch das Fichtelgebirge präsentiert sich bereits mitten im Herbst winterlich. Auf dem Fichtelberg auf sächsischer Seite liegen 25 Zentimeter Schnee.
Etwas weniger sind es im Bayerischen Wald, wo der Große Arber gerade einmal sechs Zentimeter aufweisen kann. Und auch im Allgäu hält sich die weiße Pracht noch in Grenzen. Aus Oberstdorf wurden lediglich Schneeflecken gemeldet.
In den nächsten Tagen erwarten die Meteorologen nur noch nördlich einer Linie von Augsburg über München Schneefälle. Im Rest Bayerns gehen die Niederschläge im Flachland in Regen über.
Oberhalb von 700 Metern hatte es in der Nacht zum Freitag und am Vormittag geschneit. Insbesondere vom östlichen Alpenrand und aus dem Bayerischen Wald wurde Schnee gemeldet. Auf der Zugspitze fielen bis 28 Zentimeter Neuschnee, die Temperatur lag bei minus 13 Grad. In den höheren Regionen des Berchtesgadener Landes war die Schneedecke zehn Zentimeter hoch. Im Allgäu wurde hingegen kaum Schnee gemeldet.
Der Rest des Oktobers wird voraussichtlich "für die Jahreszeit zu kalt", wie der (DWD) mitteilte. Auf dem 1.141 Meter hohen Brocken im Harz fiel der erste Schnee. Und Hoch "Susi" bringt polare Meeresluft in den Nordosten Europas. Die Schneefallgrenze sinkt auf 500 Meter, und die Autofahrer müssen sich dort auf Rutschpartien gefasst machen.
Indes ist Schnee im Oktober auf dem Brocken normal, wie Michael Hübler von der Wetterwarte des Harzgipfels berichtete. Im Oktober 1974 wurden sogar 80 Zentimeter Höhe gemessen. Das war jedoch der absoluter Rekord für diesen Monat seit Beginn der Wetterbeobachtung auf dem Brocken vor 110 Jahren. Hübler riet Harzbesuchern, den Brocken am Samstag zu besteigen. Dann könnten sie den Schnee bei Sonne und leichten Minustemperaturen genießen.
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