Landkreis schließt alle Schulen: Schnee lässt Gammelfleisch-Kühlhaus einstürzen
zuletzt aktualisiert: 09.02.2006 - 11:21Deggendorf (rpo). Die Schneefälle in Bayern halten weiter an. Bundeswehrsoldaten und Feuerwehrleute sind im Dauereinsatz und shaufeln rund um die Uhr Schnee von überlasteten Flachdächern. Trotzdem konnte nicht verhindert werden, dass ein Ekelfleisch-Kühlhaus einstürzte.
In Schöllnach drohte am Vormittag das Dach der Grund-, Haupt- und Realschule einzustürzen, die Schüler wurden wieder nach Hause geschickt.
In Plattling brach das Dach des seit dem Gammelfleisch-Skandal geschlossene Kühlhauses der Frost GmbH ein. Die Feuerwehr versuchte, einen Austritt von Ammoniak zu verhindern. In Schönsee stürzte eine Lagerhalle für Landmaschinen ein.
In den vier niederbayerischen Landkreisen Passau, Deggendorf, Regen und Freyung-Grafenau galt weiter Katastrophenalarm. Weil der Deutsche Wetterdienst für die nächsten Tage heftige Schneefälle mit bis zu einem halben Meter nassem Neuschnee vorhersagt, ließ der Landrat von Freyung-Grafenau sämtliche Schulen bis Montag schließen.
Kritisch sei die Lage bei dem Wohnwagenhersteller Knaus, obwohl 60 Soldaten und Feuerwehrleute die ganze Nacht über Schnee von den riesigen Fertigungshallen geschippt hatten. Ein Soldat erlitt einen schweren Kreislaufzusammenbruch, drei Helfer zogen sich Fuß- und Schienbeinverletzungen zu, wie das Landratsamt in Freyung mitteilte.
Ein Krankenhausdach in Wegscheid, auf dem sich der Schnee zwei Meter hoch getürmt hatte, wurde inzwischen geräumt. Im Landkreis Deggendorf waren 200 Feuerwehrleute und 200 Soldaten und Bundespolizisten als Schneeräumer im Dauereinsatz.
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