Es wird wieder kalt: Schnee und gefrierender Nieselregen
zuletzt aktualisiert: 09.02.2012 - 13:36Offenbach (RPO). Dank einer wärmenden Wolkenschicht hat sich der Frost im Osten Deutschlands in der Nacht zum Donnerstag etwas abgeschwächt, im Westen war es dagegen klar und entsprechend kälter.
Kältester Ort im Messnetz des Deutschen Wetterdienstes (DWD) war Leutkirch in Baden-Württemberg mit minus 20,4 Grad, im bayerischen Kaufbeuren fiel das Thermometer auf 19,8 Grad.
In Sachsen und Thüringen war es nicht ganz so kalt, aber es gab dort immer noch zweistellige Minusgrade. "Unter Wolken wird es nachts nicht so kalt", sagte DWD-Meteorologin Dorothea Paetzold. Allerdings verhinderten Wolken tagsüber auch eine Erwärmung.
An der Großwetterlage ändert sich erstmal nichts: Russland-Kältehoch "Dieter" sorge auch weiter für knackigen Frost. Auch am Freitag und am Wochenende bleibt es kalt, die Sonne zeigt sich, es gibt aber auch Wolken.
Und Wolken können Glatteis bringen, wie in Mecklenburg-Vorpommern, wo es am Donnerstag gefrierenden Nieselregen gab. Selbst bei starkem Frost könnten Wolken Wassertropfen enthalten, erläuterte Paetzold, "nämlich dann, wenn sogenannte Kondensationskeime fehlen."
Damit sich Eis bilden kann, sind winzige Schmutzpartikel nötig. Auch die elektrischen Ladungen der Oberflächen, auf der die Tropfen liegen, spielen eine Rolle. "So kann sehr sauberes Wasser ohne weitere Störungen auf minus 40 Grad abgekühlt werden, ohne dass es gefriert", sagte Paetzold. Treffen die Tröpfchen dann auf tief gefrorenen Boden, werden sie sofort zu Eis.
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