| 18.10 Uhr

Schlabberlook
Jogginghosen spalten die (Mode-)Welt

Schule will Jogginghosen verbieten
FOTO: dpa, Jan-Philipp Strobel
Schwieberdingen. Zu ausgebeulter Sportkleidung im Alltag hat Modedesigner Karl Lagerfeld eine ganz klare Meinung: "Wer eine Jogginghose trägt, hat die Kontrolle über sein Leben verloren", sagte er einmal. Sein Kollege Jean Paul Gaultier sieht das anders - und half, den Schlabberlook salonfähig zu machen. Bei der Präsentation seiner Herbst-Winter-Kollektion 2014/15 schickte er "Vampire im Luxus-Jogginganzug" auf den Laufsteg.

Bereits 2009 hatten vier junge Männer aus Graz in Österreich den "Internationalen Jogginghosentag" etabliert. Zum 21. Januar 2010 riefen sie erstmals dazu auf, dem vielerorts beliebten und bequemen Beinkleid globale Anerkennung zu verschaffen - zum Leidwesen mancher modebewusster Zeitgenossen. Schon ein Jahr darauf seien dem Aufruf rund

600 000 begeisterte Jogginghosenträger in mehr als 50 Ländern gefolgt, erzählten die Veranstalter bei Facebook.

Die Geschichte des umstrittenen Kleidungsstücks begann in den 1970er Jahren. Die damals überwiegend aus Nylon gefertigten, weit geschnittenen Sportanzüge sollten Sportler auch bei schlechtem Wetter warmhalten. In den 80ern eroberten Jogginghosen aus Baumwolljersey den Markt, bevor sie in den 1990ern endgültig in den Alltag einzogen.
Die Rapper- und Hip-Hop-Szene hat die Jogginghose mittlerweile längst gesellschaftsfähig gemacht.

 

(dpa)
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