Berlin: Schwedischer Rechtsextremist kauft Villa
zuletzt aktualisiert: 12.07.2008 - 14:04Berlin (RPO). Im Berliner Bezirk Zehlendorf soll ein schwedischer Rechtsextremist mit Kontakten zur NPD angeblich eine Villa für 3,3 Millionen Euro gekauft haben. Von dort aus könnten Aktivitäten von Neonazis in ganz Europa gesteuert werden, befürchten nun Verfassungsschützer.
Dem "Spiegel" zufolge erwarb der schwedische Unternehmer Patrik Brinkmann die Berliner Immobilie als Bevollmächtigter seiner Ehefrau im April 2007. Er spreche von einem "rein privaten Kauf", zitiert ihn das Blatt. Vom Verfassungsschutz werde der Mann als eine Führungsfigur im internationalen Rechtsextremismus bezeichnet. Ein Berliner Polizeisprecher wollte den Bericht nicht kommentieren.
Brinkmann habe 2004 in Schweden die Stiftung Kontinent Europa, ein Sammelbecken von rechtsradikalen Intellektuellen aus ganz Europa, gegründet. In Führungsgremien der Stiftung sitzen dem "Spiegel" zufolge auch zwei Funktionäre der NPD, darunter das Bundesvorstandsmitglied Andreas Molau.
Brinkmanns Stiftung strebe nach eigenen Angaben den Aufbau einer "großeuropäischen Zivilisation" an, die Russland mit einschließt. Die Stiftung firmiere bisher nur unter einer Postfachadresse im schwedischen Jönköping, heißt es.
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