Bundesinstitut: Schweinegrippe-Impfung führte nicht zum Tod
zuletzt aktualisiert: 19.11.2009 - 10:48Berlin (RPO). Das Paul-Ehrlich-Institut sieht keinen Zusammenhang zwischen der Schweinegrippe-Impfung und den jüngsten Todesfällen. "Es handelte sich in allen Fällen um Menschen, die sehr schwer krank waren."
Das sagte die Sprecherin des Bundesinstituts, Susanne Stöcker, am Donnerstag im rbb-Inforadio. "Sie sind zum Teil an Reaktionen gestorben, die direkt in Zusammenhang mit ihrer Krankheit standen, so dass wir bis jetzt davon ausgehen müssen, dass die Impfung zufällig vorher in Anspruch genommen wurde."
Das Institut werde die gemeldeten Fälle sehr genau bewerten. Im Moment spreche aber nichts dafür, dass es einen Todesfall aufgrund einer Impfung gebe. Stöcker empfahl die Impfung für chronisch kranke Kinder. "Das Virus wirkt bei ganz jungen chronisch kranken Menschen besonders gefährlich", sagte sie.
Weitere Todesfall
In der Schweiz ist ein zweiter Schweinegrippe-Patient gestorben. Die mit dem Virus infizierte Frau starb am Mittwoch im Krankenhaus, wie der Zürcher Gesundheitsdirektor Thomas Heiniger am Donnerstag auf Anfrage eine Meldung von Tagesanzeiger.ch/Newsnetz bestätigte.
Die zwischen 50 und 60 Jahre alte Frau sei durch eine Diabetes gesundheitlich vorbelastet gewesen. Es handelt sich um den zweiten Todesfall eines Schweinegrippe-Patienten in der Schweiz, nachdem am vergangenen Sonntag ein viereinhalb Monate alter Säugling im Baselbiet gestorben war.
Kölnerin an Schweinegrippe und Meningitis erkrankt
Eine junge Kölnerin ist gleichzeitig an der Schweinegrippe und an einer Meningokokken-Infektion erkrankt. Ihr Gesundheitszustand ist stabil, wie eine Sprecherin des Gesundheitsamts am Mittwoch mitteilte.
Die Patientin war am Freitagabend von ihren Eltern in ein Kölner Krankenhaus gebracht worden. Dort bestätigte sich die Verdachtsdiagnose Schweinegrippe. Aufgrund weiterer untypischer Krankheitssymptome untersuchte das Krankenhaus auch das Nervenwasser der Patientin.
Dabei stellte sich heraus, dass sie noch zusätzlich an einer bakterielle Hirnhautentzündung litt. Enge Kontaktpersonen wurden vorsorglich mit Antibiotika versorgt. Es handelt sich um den fünften Fall einer Meningokokken-Infektion in diesem Jahr in Köln.
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