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schweinegrippe impfung panorama ddp 2009
  Foto: ddp, ddp
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Verlängerung der Ferien nicht sinnvoll: Schweinegrippe trifft vor allem 18- bis 21-Jährige

VON DETLEV HÜWEL UND EVA QUADBECK - zuletzt aktualisiert: 12.08.2009 - 07:22

Düsseldorf/Berlin (RP). Die Hälfte der Infizierten in NRW sind junge Erwachsene. Deshalb sei eine Verlängerung der Schulferien nicht sinnvoll, sagt das Land. Der Unterricht startet wie geplant am Montag.

Die Entscheidung, die Schulferien nicht zu verlängern, sei einvernehmlich gefallen, sagte NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) nach einer Sitzung mit dem von ihm einberufenen Expertengremium. Längere Ferien wären nicht verhältnismäßig, zumal die Hälfte der Infektionen in NRW auf die 18-bis 21-Jährigen entfalle, die in aller Regel nicht mehr zur Schule gingen.

Nur 25 Prozent seien jünger, 20 Prozent älter. Laumann appellierte an die Schulen, besonderen Wert auf die Hygiene zu legen und die Schüler zum Händewaschen anzuhalten. Eltern, deren Kinder Anzeichen von Grippe zeigten, sollten sie zu Hause behalten. Schwangere müssten besonders vorsichtig sein. Im Zweifelsfall sollten sich die Schulen mit den örtlichen Gesundheitsämtern in Verbindung setzen. Vorübergehende Schulschließungen hält der Minister für möglich.

Er rechne damit, dass ab Oktober der Impfstoff gegen die Schweinegrippe ("neue Grippe") zur Verfügung stehe, sagte Laumann. NRW habe sich die Lieferung von zehn Millionen Einheiten gesichert. Das reiche für 30 Prozent der Bevölkerung. Unklar sei noch, wie schnell der Impfstoff geliefert werden könne. Deshalb gebe es auch in NRW eine klare Reihenfolge bei den Impfungen.

An oberster Stelle stehe das medizinische Personal. Bundeskanzlerin Angela Merkel versicherte in einem RTL-Interview, es werde genug Impfstoff bereitstehen, damit jeder geimpft werden könne, der das wolle.

Das Bundeskabinett berät heute wider Erwarten nicht über die Verordnung zur Übernahme der Impfkosten. Es gebe noch Gesprächsbedarf mit den Ländern, hieß es. Der Präsident des Robert-Koch-Instituts, Jörg Hacker, warnte unterdessen vor einer Eigentherapie. "Die Menschen, die den Verdacht haben, dass sie an der neuen Grippe erkrankt sind, sollten keinesfalls eigenmächtig antivirale Medikamente wie Tamiflu einnehmen", sagte Hacker unserer Redaktion.

Diese Medikamente sollten auch nicht vorsorglich eingenommen werden: "Die unsachgemäße Einnahme kann zu resistenten Varianten des Erregers führen." Grippe-Medikamente sollten nur unter ärztlicher Anleitung eingenommen werden.

Quelle: RP

 
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