Nach öffentlicher Foto-Fahndung
BKA identifiziert Kind und mutmaßlichen Vergewaltiger

Schwerer sexueller Missbrauch: BKA identifiziert Kind und mutmaßlichen Täter
FOTO: dpa, tba mg fie fdt
Frankfurt/Main. Das Bundeskriminalamt (BKA) hat die Fahndung in einem Fall von schwerem sexuellen Missbrauch an einem Kind erfolgreich beendet. Zuvor hatten die Beamten mit Bildern des Mädchens und des mutmaßlichen Täters die Öffentlichkeit um Mithilfe gegeben.

Der Mann soll das Kind im Zeitraum von Oktober 2016 bis Juli 2017 schwer sexuell missbraucht, den Missbrauch gefilmt und auf einer kinderpornografischen Plattform im Darknet verbreitet haben, wie es in einer Mitteilung vom Montagmorgen hieß.

Am Abend kam dann die Erfolgsmeldung. Weitere Ausführungen machte das BKA zunächst nicht, sondern verwies auf eine Pressekonferenz am Dienstag. 

Die Fahndung mit Opferfotos gilt als ungewöhnlich. "Das ist die letzte Maßnahme, um den Täter zu identifizieren. Darauf greifen wir nur zurück, wenn alle anderen Möglichkeiten nicht zum Ziel geführt haben", hatte Oberstaatsanwalt Georg Ungefuk am Montag erklärt.

Die Kinderporno-Szene spielt sich nach Einschätzung von Ermittlern mittlerweile überwiegend im Darknet, dem verborgenen Teil des Internets, ab. Dort können sich Internetnutzer fast komplett anonym bewegen. Dieser Bereich des Internets wird von Menschen genutzt, die viel Wert auf Privatsphäre legen oder in einem repressiven politischen System leben - aber auch von Kriminellen.

(csi/oko/wer/dpa)