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Stärke zehn in Hamburg: Schwerer Sturm über Deutschland

zuletzt aktualisiert: 09.05.2009 - 09:24

Hamburg (RPO). Am Freitagabend zog ein Sturm der Stärke zehn über Hamburg hinweg. Bäume wurden entwurzelt und Hausdächer abgedeckt. Zwei Menschen erlitten leichte Verletzungen. Bei den Feiern zum Hafengeburtstag landete ein Fallschirmspringer unplanmäßig in der Elbe, blieb aber unverletzt.

Über die Hansestadt Hamburg ist ein schwerer Sturm hinweggefegt. An diesem Wochenende findet dort der Hafengeburtstag statt. Unerwartet sei am Freitagabend eine Gewitterfront mit Windstärke neun bis zehn aufgezogen, teilte Horst Struckhof von der Hamburger Feuerwehr am Samstag mit. Wegen des Unwetters rückte die Feuerwehr demnach zu 171 Einsätzen aus, meist wegen umgestürzter Bäume.

Bei einer Vorführung beim jährlichen Volksfest Hafengeburtstag stürzte ein Fallschirmspringer wegen des Sturms in die Elbe. Er wurde leicht verletzt ins Krankenhaus gebracht. Zwei weitere Fallschirmspringer wurden weit abgetrieben, kamen aber unverletzt aus dem Wasser hinaus. Nach Angaben der Feuerwehr wurde eine Frau von einem umstürzenden Baum leicht verletzt.

Der Sturm habe drei kleine Boote, darunter ein Segelboot auf der Alster, zum Kentern gebracht, sagte Struckhof. Rettungsschwimmer zogen zwei unterkühlte Kanu-Fahrer aus dem Wasser. Der Sturm beeinträchtige laut Feuerwehr auch den S-Bahn-Verkehr. Nachdem eine S-Bahn gegen einen umgestürzten Baum gefahren war, mussten rund 400 Insassen in Sicherheit gebracht werden. Weitere 350 Fahrgäste mussten eine S-Bahn verlassen, nachdem sich ein weggewehtes Zelt vom Hafengeburtstag über den Zug gelegt hatte. Am Samstag sollte der Hafengeburtstag fortgesetzt werden.

Auch in Schleswig-Holstein hielt die Sturm- und Gewitterfront die Feuerwehr in Atem. Gegen 22 Uhr zählte die Regionalleitstelle in Kiel bereits rund 30 Einsätze für das Kreisgebiet Rendsburg-Eckernförde, wie die dortige Feuerwehr mitteilte. Fast ausschließlich handelt es sich dabei um das Entfernen umgestürzter Bäume und abgebrochener Äste.

Der größte Einsatz lief den Angaben zufolge in Damp. Dort hatten sich mehrere Sportboote losgerissen und waren zum Teil auch gekentert. Über Personenschäden lagen zunächst keine Meldungen vor.

Auch über Süddeutschland zog eine starke Sturm- und Gewitterfront hinweg. Nach heftigen Niederschlägen waren die Feuerwehren oft über Stunden im Einsatz, vor allem wegen umgestürzter Bäume, vollgelaufener Keller und überfluteter Straßen. Zahlreiche Pkw wurden durch herabfallende Dachziegeln und Baumäste beschädigt. Im baden-württembergischen Urbach wurde eine 39-jährige Frau durch einen ungekippten Bauzaun schwer verletzt.

Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes in Offenbach kam es auf der Schwäbischen Alb zu Niederschlägen von bis zu 40 Litern je Stunde und Quadratmeter. Erhebliche Sachschäden entstanden laut Polizei durch umgestürzte Bäume und Verkehrszeichen in Nörtingen und Kirchheim/Teck sowie in umliegenden Gemeinden. Bei der Polizei in Esslingen gingen binnen einer halben Stunde rund 70 Notrufe ein.

Quelle: AP

 
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