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Eskalierter Streit
Schüsse in München - Täter überwältigt

SEK-Einsatz nach Schüssen in München: Täter überwältigt
Die Polizei löste die Situation unblutig auf. FOTO: dpa, shp fpt
München. Ein völlig aus dem Ruder gelaufener Streit hat am Abend in München für Aufregung gesorgt. Ein Mann liegt mit Schussverletzungen in der Klinik, den mutmaßlichen Täter konnten Spezialkräfte nach Stunden überwältigen.

Nun läuft die Suche nach dem Auslöser des Konflikts. Noch in der Nacht zum Mittwoch waren Kriminalpolizisten vor Ort und sicherten Spuren. "Hintergrundinformationen und Details" gebe es am Mittwoch im Laufe des Tages, versicherten die Beamten via Twitter.

Am Dienstagabend war im beliebten Wohnviertel Maxvorstadt ein Streit zwischen zwei Männern und einer Frau eskaliert. Einer der Männer kam mit mehreren Schussverletzungen in ein Krankenhaus. Der mutmaßliche Täter drohte lange mit einer Schusswaffe in der Hand auf dem Gehsteig mit Suizid, bis er letztlich überwältigt wurde.

"Das war ein richtiger Zugriff, weil er nicht zugänglich war für Argumente", berichtete ein Polizeisprecher. "Da hat man sich andere Maßnahmen überlegt." Die Lösung: Beamte des Spezialeinsatzkommandos (SEK) griffen ein und lösten die zugespitzte Situation unblutig auf.

Der mutmaßliche Täter im Alter von 40 Jahren hatte jedoch bereits zuvor einen nicht lebensgefährlichen Streifschuss erlitten. Von wem dieser abgefeuert worden war, blieb zunächst unklar. "Auch die Polizei hat geschossen", bestätigte deren Sprecher.

Eine ebenfalls in die Situation verwickelte 24-Jährige war äußerlich unverletzt in Sicherheit gebracht worden. Es sei auf jeden Fall ein Streit im privaten Umfeld gewesen, erläuterte der Polizeisprecher. Ob es sich um eine klassische Beziehungstat im Sinne von "zwei Männer, eine Frau" gehandelt habe, sei aber noch unklar.

(jado/dpa)
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