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Nach dem Weinstein-Skandal
Regisseurin bestätigt Sexismus in deutscher Filmbranche

Sexismus ist laut Isabell Suba auch in deutscher Filmbranche alltäglich
FOTO: Phil Ninh
Landau in der Pfalz. Während sich der Sexskandal um Hollywood-Produzent Harvey Weinstein immer mehr ausweitet, werden auch in Deutschland erste Klagen über Sexismus in der Filmbranche laut.

Die deutsche Regisseurin Isabell Suba sagte der "Rheinpfalz am Sonntag", viele Produzenten und Regisseure würden Schauspieler als ihr Eigentum betrachten. "Da wird eigentlich immer gebaggert, angefasst, wie zufällig der Po gestreift", sagte die Regisseurin.

Sie verwies auf eine Gesprächsrunde von 90 Frauen aus der deutschen Filmbranche, in der jüngst mehr als die Hälfte der Frauen angegeben hätten, sie seien schon einmal sexuell belästigt worden. Aus Angst vor dem Karriereende würden sich die meisten aber nicht zur Wehr setzen. Eine öffentliche Bewegung, wie sie gerade in Hollywood stattfinde, müsse es auch in Deutschland geben, forderte Suba.

Zuletzt war bekannt geworden, dass der einst einflussreiche US-Filmproduzent Harvey Weinstein offenbar seit Jahren Frauen sexuell belästigte. Zuletzt wurden auch Vergewaltigungsvorwürfe laut. Die Oscar-Akademie schloss den 65-Jährigen am Samstag aus ihren Reihen aus.

(wer/AFP)
 
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