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Sicherheitsbericht 2015
Mehr Angriffe auf Bahn-Mitarbeiter

Sicherheitsbericht der Deutschen Bahn: Mehr Angriffe auf Mitarbeiter
Im vergangenen Jahr gab es 1800 gemeldete Übergriffe auf Bahn-Mitarbeiter FOTO: dpa, Angelika Warmuth
Berlin. Zugbegleiter und Sicherheitsleute der Bahn werden immer häufiger von Reisenden angegriffen. Im vergangenen Jahr zeigten sie 1200 Übergriffe bei der Polizei an. Allgemein ging die Kriminalität in Bahnhöfen und Zügen aber leicht zurück.

Zusätzlich zu den 1200 polizeilichen Anzeigen wurden weitere 600 Übergriffe intern gemeldet, wie die Bahn am Montag mitteilte. Im Jahr 2014 hatte das Unternehmen noch ein Fünftel weniger Angriffe durch aggressive Kunden registriert. Ernste Verletzungen seien die Ausnahme, die Aggression steige aber, sagte Sicherheitschef Hans-Hilmar Rischke. "Die Verrohung der Gesellschaft, der Mangel an Respekt vor Uniformträgern nimmt dramatisch zu."

Sicherheitspersonal im Visier

Rund 60 Prozent der Taten richteten sich gegen Sicherheitspersonal, meist ging es um Fahrkartenkontrollen, Hinweise auf das Rauchverbot oder die Leinenpflicht für Hunde. Kontrolleure würden angespuckt, aus dem Zug gestoßen, bekämen heißen Kaffee ins Gesicht, sagte Rischke.

Bereits am Wochenende war bekannt geworden, dass die Kriminalität in Bahnhöfen und Zügen im vergangenen Jahr insgesamt leicht zurückging. Die Bahn registrierte 58 200 Straftaten, drei Prozent weniger als im Vorjahr. Besonders bei Vandalismus, Graffiti und Metalldiebstahl seien die Zahlen zurückgegangen. Probleme machten Hooligans.

(crwo/dpa)
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