| 16.06 Uhr

"Allein daheim"
Zahl der Single-Haushalte steigt auf 41 Prozent

Haben Sie Angst vor Beziehungen?
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Wiesbaden. Immer mehr Menschen in Deutschland leben allein. Im vergangenen Jahr waren von den insgesamt 39,9 Millionen Haushalten rund 16,2 Millionen Einpersonenhaushalte, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden mitteilte. Dies entspricht einem Anteil von 41 Prozent - vor 20 Jahren lag er noch bei lediglich 34 Prozent.

Singlewohnungen werden zum Teil auch als Nebenwohnungen genutzt, wenn zum Beispiel ein Arbeitnehmer während der Woche aus beruflichen Gründen an einem anderen Ort lebt. Dies traf den Angaben zufolge im Jahr 2013 auf 419.000 oder drei Prozent der Einpersonenhaushalte zu.

Fakten zum Sinle-Dasein: Wussten Sie, dass...

- ... der typische Großstadt-Single oft Rentner ist? Wer sich die Altersverteilung in den sogenannten Einpersonenhaushalten ansieht, wird feststellen: Das Bild vom jungen, trendigen Single am Anfang der Karriereleiter zum Schauspielstar oder Mediengestalter trügt. Mehr als jeder dritte Bewohner einer Singlewohnung ist 65 Jahre oder älter. Rente oder Pension sind für 38 Prozent der wichtigste Lebensunterhalt.

- ... Online-Dates bei jungen Deutschen gar nicht so populär sind wie manchmal angenommen? Eine repräsentative Forsa-Umfrage unter Deutschen zwischen 18 und 35 Jahren ergab 2014, dass 81 Prozent der Singles sich einen Partner wünschen. Die Hälfte der Befragten schloss allerdings aus, im Internet oder mit dem Smartphone nach der großen Liebe zu suchen.

- ... auch Menschen mit festen Partnern dem Single-Leben etwas nachtrauern? Bei einer Umfrage des Instituts für Demoskopie Allensbach aus dem Jahr 2012 räumte rund jeder Dritte in einer festen Beziehung ein, dass das Single-Leben auch durchaus seine Reize habe.
Was die Partner der Befragten von dieser Antwort halten, bleibt fraglich.

- ... zu viel Auswahl Singles auch überfordert? Das haben britische Wissenschaftler mit einer Studie über Speed-Dating untersucht. Je größer und unterschiedlicher die Auswahl der teilnehmenden Speed-Dater war, desto kleiner sei später die Zahl der Verabredungen gewesen. Überschaubares Angebot kann also auch seine Vorteile haben.

- ... der richtige Partner auch gut für die Leber sein kann? Zumindest bei Männern. US-Forscher fanden in einer Studie heraus, dass Ehegatten weniger trinken als ledige Männer. Bei den Ehefrauen war es hingegen genau umgekehrt - allerdings sei die Zunahme nicht groß. Verheiratete Frauen genehmigen sich demnach auch mehr Drinks als langzeitgeschiedene oder kürzlich verwitwete.

- ... Singles nach Meinung einiger Experten etwas von Schimpansen lernen könnten? Ein auf Primaten spezialisierter Zoo im niederländischen Apeldoorn hat bereits "Affen-Workshops" für partnersuchende Homo Sapiens angeboten. Argument: Das Verhalten von Affenhorden ähnele bei der Partnersuche dem des Menschen.

(AFP)
 
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