Schweinegrippe: Soldaten bekommen spezielle Impfung
zuletzt aktualisiert: 12.10.2009 - 06:29Bielefeld (RPO). 250.000 Bundeswehr-Soldaten bekommen offenbar einen eigenen Impfstoff gegen die Schweinegrippe. Dieses Serum enthalte weder umstrittene Zusatzstoffe noch quecksilberhaltige Konservierungsmittel.
Das "Westfalen-Blatt" will aus Bundeswehrkreisen erfahren haben, dass ein spezieller Impfstoff bestellt wurde. Es handele sich um das Serum Celvapan des Pharma-Herstellers Baxter. Die Zivilbevölkerung erhält als Schutz gegen die Infektionskrankheit ein Serum mit Zusatzstoffen und Konservierungsmittel.
Die Ständige Impfkommission habe den Alleingang der Bundeswehr mit Verwunderung zur Kenntnis genommen, sagte der Präsident des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte, Dr. Wolfram Hartmann, der Zeitung.
Die Gesundheitsminister der Bundesländer hatten den Angaben zufolge jüngst beschlossen, ein Serum ohne Zusätze lediglich für Schwangere zu bestellen. Ärzte hätten vor angeblich unkalkulierbaren Nebenwirkungen bei den von der EU zugelassenen Impfstoffen Pandemrix vom britischen Pharmakonzern Glaxo-Smith-Kline und Focetria vom Schweizer Pharmaunternehmen Novartis gewarnt.
Unterdessen beraten die Gesundheitsminister der Europäischen Union am Montag in Luxemburg über ein gemeinsames Vorgehen gegen die Schweinegrippe. Zentrales Thema bei dem Ministerrat ist die Lage in rund zehn vor allem osteuropäischen Mitgliedstaaten, die absehbar Engpässe bei Impfstoffen haben werden.
Mit dem Beginn der Massenimpfungen in der Bundesrepublik wird Ende Oktober gerechnet. An dem Rat nimmt die scheidende Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) teil.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum







