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Vorwürfe gegen Berliner Lehrerin
Sonderkonferenz im Fall Ursula Sarrazin

Vorwürfe gegen Berliner Lehrerin: Sonderkonferenz im Fall Ursula Sarrazin
Ursula Sarrazin unterrichtet an der Reinhold-Otto-Grundschule in Berlin. FOTO: ddp-Archiv
Berlin (RPO). Wegen der aktuellen Diskussion über die Unterrichtsmethoden der Berliner Lehrerin Ursula Sarrazin, Ehefrau des SPD-Politikers Thilo Sarrazin, hat deren Schule eine Sonderkonferenz einberufen. Der Pädagogin werden ein zu autoritärer Unterrichtsstil sowie verbale Ausfälle vorgeworfen.

Dort sollen die Vorwürfe durch Gespräche zwischen Eltern, Lehrern und Vertretern der Schulaufsicht auf ihren Wahrheitsgehalt überprüft werden, sagte eine Sprecherin der Senatsverwaltung für Bildung am Montag. Wann die Konferenz stattfindet, wollte die Sprecherin nicht mitteilen.

Eine Sprecherin der Reinhold-Otto-Schule, an der Sarrazin unterrichtet, bestätigte die geplante Konferenz, wollte sich zu Details jedoch nicht äußern. Seit Tagen steht die Frau des ehemaligen Finanzsenators und Ex-Bundesbank-Vorstands Thilo Sarrazin (SPD) in der Kritik.

Elternvertreter werfen der Grundschullehrerin einen autoritären Unterrichtsstil sowie verbale Ausfälle vor und fordern ihre Versetzung. Derweil weist Ursula Sarrazin die Vorwürfe zurück und sieht sich von ihrer Schulleitung gemobbt. Laut Medienberichten wirft die Lehrerin einzelnen Eltern türkischer Kinder und der Schulleitung vor, gegen sie gehetzt zu haben.

Thilo Sarrazin hatte mit provokanten Integrations-Thesen in seinem Buch "Deutschland schafft sich ab" für Aufsehen gesorgt. Ihm wurde von einigen Seiten Rassismus vorgeworfen. Der Ex-Bundesbank-Vorstand hatte bereits kritisiert, seine Frau werde offenbar wegen seiner Kritik am Bildungssystem in Deutschland "von einigen in Sippenhaft genommen".

(DDP/felt)
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