Aachen (rpo). Eine 38-jähriger Angestellter der Stadt Aachen soll über Jahre mehr als 1,2 Millionen Euro in die eigene Tasche gesteckt haben. Dabei handelt es sich offenbar um Münzgeld aus Parkscheinautomaten. Noch rätselt man, wie er das geschafft haben könnte. Gegen den Mann erging jedenfalls Haftbefehl, wie die Stadt Aachen mitteilte.
Der Verdächtige hatte die Automaten gemäß dem "Vier-Augen-Prinzip" jeweils mit einem anderen Kollegen entleert. Foto: rpo
Der Tatverdächtige war zweieinhalb Jahre gemeinsam mit Kollegen für die Münzentleerung der rund 330 kommunalen Parkscheinautomaten zuständig. Nachdem diese Aufgabe im vergangenen Jahr einem privaten Unternehmen übertragen wurde, registrierte die Stadtkasse erstaunt einen drastischen Anstieg der Einnahmen aus den "Groschengräbern".
Die Ermittlungen führten nun zu dem Mann, der seit 20 Jahren im Dienst der Stadt steht. Er hatte die Automaten gemäß dem "Vier-Augen-Prinzip" jeweils mit einem anderen Kollegen entleert. Wie die Münzen dann auf ihrem Weg in die Stadtkasse verschwanden, konnte noch nicht ermittelt werden.
Die Aachener Staatsanwaltschaft wies darauf hin, dass die Beute recht sperrig ist. Immerhin soll der Mann rund 18 Tonnen Kleingeld beiseite geschafft haben, was mit erheblichen praktischen Problemen verbunden gewesen sein dürfte. Es wird auch gegen weitere Verdächtige ermittelt, die unter anderem unter dem Verdacht der Geldwäsche stehen.
Quelle: afp