Der Fall Dominik Brunner: Spuren am Kopf deuten auf Tritte hin
zuletzt aktualisiert: 29.07.2010 - 12:44München (RPO). Neue Beweise gegen die beiden Angeklagten im Fall Dominik Brunner: Die Trittspuren an Brunners Leiche deuten offenbar auf eine Täterschaft beider Angeklagten im Prozess um den gewaltsamen Tod des Managers am Münchner S-Bahnhof Solln.
Ein Vergleich der Trittspuren an dem Opfer mit den Schuhen der Angeklagten, den eine Gutachterin am Donnerstag dem Gericht vorlegte, ergab nach ihren Angaben Ähnlichkeiten zu den Sohlenmustern beider Jugendlicher.
Die Gutachterin sagte, die Spuren könnten zwar nicht den spezifischen Schuhen, die Markus S. und Sebastian L. trugen, zugeordnet werden, sie passten aber zu Schuhen der gleichen Größe mit gleichem Sohlenmuster. Die beiden trugen zur Tatzeitpunkt Schuhe unterschiedlicher Marken und Muster.
Der zur Tatzeit 17-jährige Sebastian L. hatte im Prozess bestritten, den am Boden liegenden Brunner getreten zu haben. Auch einzelne Zeugen haben diese Version bestätigt. Markus S. hatte dagegen zu Prozessbeginn erklärt, er könne Tritte nicht ausschließen.
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