Gutenberg Gymnasium: Stilles Gedenken am fünften Jahrestag
zuletzt aktualisiert: 26.04.2007 - 10:53Erfurt (RPO). Vor fünf Jahren ereignet sich am Erfurter Gutenberg-Gymnasium die Katastrophe: Der ehemalige Schüler Robert Steinhäuser läuft Amok, tötet zwölf Lehrer, zwei Schüler, die Sekretärin, einen Polizisten und sich selbst. Heute gedenken Schüler, Lehrer und Angehörige den Opfern.
Es war eines der schlimmsten Verbrechen in der deutschen Nachkriegsgeschichte. Noch immer sind laut einem Bericht des Nachrichtenmagazins "Focus" 26 Opfer in psychologischer Behandlung.
Bisher habe die Thüringer Unfallkasse dafür rund 4,7 Millionen Euro ausgegeben. Die Schule war nach dem Blutbad mit zehn Millionen Euro vom Bund von Grund auf renoviert worden.
Ministerpräsident Dieter Althaus erklärte im Vorfeld des Jahrestages, in Thüringen seien das Waffenrecht und das Jugendschutzgesetz verschärft worden, auch habe man den Realschulabschluss nach der zehnten Klasse eingeführt.
Erfurts Oberbürgermeister Andreas Bausewein sagte, es müsse mehr getan werden, damit Schüler lernten, Konflikte gewaltfrei zu bewältigen. Der Deutsche Lehrerverband kritisierte die nach seiner Ansicht voranschreitende mediale Verherrlichung von Gewalt.
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