Frühere Real-Mitarbeiter: Strafbefehle im Fleischskandal beantragt
zuletzt aktualisiert: 03.11.2005 - 07:31Bielefeld (rpo). Die Staatsanwaltschaft Oldenburg hat acht Monate nach Aufdeckung des Fleischskandals in Filialen der Metro-Supermarkttochter Real vier Strafbefehle beim Amtsgericht Hannover beantragt. Wie das Bielefelder "Westfalen-Blatt" berichtet, soll ein Bezirksleiter der Kette, der für Filialen in Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Hessen zuständig war, zu einer Bewährungsstrafe von neun Monaten.
Zwei Fleischermeister und ein Fleischergeselle von Filialen in der Nähe Hannovers sollen derweil zu Geldstrafen zwischen 100 und 500 Euro verurteilt werden.
Der Bezirksleiter bestreite eine Schuld, berichtet das Blatt. Andere Beschuldigte hatten ihn stark belastet. Er soll die Anweisung erteilt haben, Hackfleisch nach Ablauf des Haltbarkeitsdatums umzupacken, neu zu etikettieren und wieder zum Kauf anzubieten. Alle vier Mitarbeiter seien bereits entlassen. Bei einer Razzia in zwei Real-Filialen in der Nähe Hannovers waren Anfang März Mitarbeiter beim Umetikettieren auf frischer Tat ertappt worden.
Auf in Berlin wird dem Bericht zufolge gegen Real-Mitarbeiter ermittelt. Nach Angaben des Sprechers der Staatsanwaltschaft, Michael Grunwald, sind drei Verfahren wegen Verstoßes gegen die Hackfleischverordnung und Umetikettierens anhängig.
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