Nach Honorarforderungen: Streit um Berliner Bahnhof beigelegt
zuletzt aktualisiert: 24.01.2008 - 19:12Berlin (RPO). Im gerichtlichen Streit um Baumängel am Berliner Hauptbahnhof haben sich die Deutsche Bahn und as Architektenbüro gmp auf einen Vergleich geeinigt. Damit seien alle Streitpunkte beigelegt - einschließlich der Honorarfragen.
Den Vergleich verkündete die Deutsche Bahn am Donnerstag in einer Erklärung. Das Ost-West-Dach sei kein Gegenstand der Verhandlungen gewesen. "Dies wird künftig kein strittiges Thema zwischen den Parteien sein", hieß es dazu in der Erklärung. Die Einigung sei ein "Gebot der Vernunft" gewesen, eine Fortsetzung des Streits vor Gericht hätte noch Jahre dauern können.
Der Architekt des Bahnhofes, Meinhard von Gerkan, hatte die von seinen Plänen abweichende Verkürzung des Glasdaches sowie die Gestaltung der Decken als Mängel bezeichnet, die beseitigt werden müssten. Er hatte Bahnchef Hartmut Mehdorn vorgeworfen, das Gebäude aus Gründen der persönlichen Macht-Profilierung "verunstaltet" zu haben.
Inhalt der Einigung ist laut der Erklärung unter anderem, dass der Vergleichsbetrag zur Bereinigung der strittigen Forderungen als eine Zuwendung der DB AG an die gmp-Stiftung Academy of Architectural Culture geht. Diese Einrichtung unterstützt die Ausbildung junger Architekten. Angaben zu einer Summe oder weitere Details des Vergleichs wurden nicht bekannt.
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