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Bären und Elefanten
Streit um Zirkustiere kommt vor Gericht

Streit um Wildtiere im Zirkus kommt vor Gericht
Bären im Zirkus (Archivbild) - viele Menschen halten das für Tierquälerei. Doch darf eine Stadt einem Zirkus deshalb Auftrittsverbot erteilen? FOTO: dpa
München. Bären und Elefanten als Zirkustiere beschäftigen ab Mittwoch den Bayerischen Verwaltungsgerichtshof. Das Gericht muss entscheiden, ob die Stadt Erding bei München einem Zirkus mit Wildtieren verbieten darf, auf ihrem Gebiet seine Zelte aufzuschlagen. 

Die Stadt hat einem Zirkus, der Bären und Elefanten besitzt, untersagt, seine Shows auf öffentlichen Plätzen in Erding zu zeigen. Hintergrund ist ein Stadtratsbeschluss aus dem Jahr 2013.

Nachdem Grundschüler bei einem anderen Zirkus angekettete Wildtiere entdeckt und den Bürgermeister bei einem Besuch im Rathaus darauf angesprochen hatte, beschloss der Stadtrat, das künftig nicht mehr zuzulassen, wie ein Sprecher des Ordnungsamtes sagte, das das Auftrittsverbot ausgesprochen hat.

Dagegen klagte der Zirkus mit der Begründung, ein solches Verbot komme einem Berufsverbot gleich. Vor dem Münchner Verwaltungsgericht unterlag der Zirkus allerdings in erster Instanz.

Das Gericht sah kein faktisches Berufsverbot und erklärte, die Stadt könne frei entscheiden, was sie auf öffentlichen Plätzen wolle - und was nicht. Gegen dieses Urteil hat der Zirkus Rechtsmittel eingelegt.
Deswegen kommt es jetzt zu einer weiteren Verhandlung vor dem Verwaltungsgerichtshof.

(jco/dpa)
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