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Mit 1,71 Promille erwischt
Student bekommt 15 Jahre Fahrradverbot

Kuriose Fälle vor Gericht
Kuriose Fälle vor Gericht FOTO: ddp
Düsseldorf (RPO). Ein Student aus Gießen darf laut einem Zeitungsbericht 15 Jahre kein Fahrrad mehr fahren. Grund für das kuriose Verbot ist demnach, dass der junge Mann mit 1,71 Promille auf dem Fahrrad erwischt wurde und sich einer Medizinisch-Psychologischen Untersuchung verweigerte.

Allgemein bekannt sein dürfte, dass betrunkene Radfahrer ihren Pkw-Führerschein verlieren können – doch in Gießen droht Radlern nun offenbar noch eine andere Strafe. Das Landratsamt der hessischen Stadt verdonnerte laut "Bild am Sonntag" den 24-Jährigen Christopher Hahn zu 15 Jahren Fahrradverbot.

Wörtlich schrieb das Amt dem Bericht zufolge: "Sie sind nicht mehr berechtigt, fahrerlaubnisfreie Fahrzeuge auf öffentlichen Straßen zu führen". Sollte Christopher Hahn das Verbot umgehen, drohen ihm 25 Euro Bußgeld. Dass das Verbot effektiv umgesetzt werden kann, darf allerdings bezweifelt werden.

Hintergrund ist dem Bericht zufolge die Weigerung des Studenten, sich einer Medizinisch-Psychologischen Untersuchung (MPU) zu unterwerfen, die den 24-Jährigen 500 Euro gekostet hätte, nachdem er im März 2009 bereits eine Geldstrafe von 500 Euro wegen der Verkehrsgefährdung gezahlt hatte. Im Juni 2008 war er von einer WG-Party um vier Uhr morgens von einer Polizeistreifen kontrolliert worden. Die Behörden stellten 1,71 Promille Alkohol im Blut des Mannes fest, der nach Hause geradelt war.

(sdr)
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