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Studie
Studenten finden immer schwieriger eine Wohnung

Studenten finden laut Studie immer schwieriger eine Wohnung
Ein junger Studienanfänger steht vor dem "Schwarzen Brett" mit Wohnungsanzeigen an der Uni München. FOTO: dpa, mbk
Berlin. Studenten haben einer Studie zufolge immer mehr Probleme bei der Wohnungssuche. Inzwischen gilt der studentische Wohnungsmarkt in 39 der 87 größeren Universitätsstädte als angespannt.

Das geht aus einem am Montag veröffentlichten Ranking des Immobilienentwicklers GBI hervor. Untersucht wurden alle Hochschulstandorte mit mehr als 5000 Studenten. Am schwierigsten ist die Suche nach einer passenden Wohnung demnach in München, Frankfurt am Main und Hamburg.

Wohnungssuche gerade in Unistädten schwierig

Verschlechtert habe sich die Situation im Vergleich zum Vorjahr unter anderem in traditionellen Unistädten wie Freiburg, Tübingen, Aachen, Gießen oder Marburg. Die Einschätzung stützt sich auf eine Auswertung beispielsweise von Miet- und WG-Preisen, Leerstands-Quoten, Studenten- und Erstsemesterzahlen.

Die Wohnsituation werde auch deswegen schwierig, weil von Studenten zwischen Bachelor und Master eine hohe Ortsflexibilität erwartet werde. Wer keine Wohnung finde, könne nur noch selten bei Eltern oder Verwandten unterkommen, weil diese zu weit weg wohnten.

Kneipen und Kultur statt Kompromisse bei Wohnung

Trotz der vielerorts angespannten Wohnsituation zögen die Studenten aber weiter in die begehrten Städte. Das zeige die Entwicklung der Erstsemesterzahlen. "Die Schwierigkeit, dort eine angemessene Unterbringung zu finden, schreckt offensichtlich kaum ab", erklärte GBI Forschungsleiter Stefan Brauckmann.

Viele Studenten seien auch nicht ohne weiteres bereit, in günstigere, aber schlechter gelegene Stadtteile zu ziehen. Für eine entsprechende Lage mit Kneipen und Kulturangeboten machten sie lieber Kompromisse bei Ausstattung und Größe der Wohnung.

Wohnungsmarkt bleibt auch in NRW angespannt.

Die Suche nach einer passenden Wohnung ist in Nordrhein-Westfalen vor allem in Köln sehr problematisch. Mit im Schnitt 385 Euro müssen Studenten dort im Vergleich zu anderen NRW-Städten etwa für ein WG-Zimmer am tiefsten in die Tasche greifen. Der höchste Quadratmeter-Preis im Land werde in Düsseldorf verlangt (9,30 Euro).

Die beiden Rheinmetropolen gehören ebenso wie Münster, Aachen und Bonn zu den 20 Städten bundesweit, in denen laut Studie der studentische Wohnungsmarkt besonders angespannt ist.

(dpa, lnw)
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