Zunächst in die Mittelgebirge - Am Wochenende bis in die Niederungen: Sturmtief "Hans" bringt Schnee
zuletzt aktualisiert: 17.01.2005 - 14:19Frankfurt/Main (rpo). Nach den Auswüchsen, die uns das Wetter in der letzten Zeit präsentiert hat, sollte man eigentlich nicht glauben, dass es so etwas wie den Winter noch gibt. Sturmtief "Hans" macht sich jetzt jedoch auf, uns vom Gegenteil zu überzeugen - und zwar mit wahren Schneemassen, wie der Deutsche Wetterdienst mitteilt. Zunächst in den Mittelgebiergen, soll die weiße Pracht am Wochenende auch das Flachland erreichen.
Verantwortlich für den Wetterumschwung ist besagtes umfangreiche Sturmtief bei Island, das mit feuchtkalter Luft starken Wind und kräftige Niederschläge bringt.
Lediglich am Donnerstag soll es vorübergehend etwas milder sein, bevor am Freitag "ein weiterer Schwall maritimer Polarluft angezapft wird", wie Meteorologe Jens Hoffmann sagte. Begleitet werden die Niederschläge den Angaben zufolge von kräftigem Wind, der an der Küste sowie auf den Bergen Sturmstärke, in Kammlagen und auf Bergspitzen mitunter sogar Orkanstärke erreichen kann. Im Bergland kann es nach der Vorhersage zu kräftigen Schneeverwehungen kommen. In den Alpen steigt die Lawinengefahr.
Am (morgigen) Dienstag kommt es den Angaben zufolge im Osten und Süden zu länger andauernden Regenfällen. Zum Teil schneit es auch, und vor allem im Süden kann es anfangs stellenweise zu Glatteis kommen. Die Temperatur erreicht Höchstwerte zwischen 3 und 8 Grad. In der Nacht gibt es weitere Schauer, zum Teil bis ins Flachland als Schnee. Die Tiefstwerte liegen zwischen plus 3 und minus 3 Grad. An der Küste und im Bergland bleibt es stürmisch.
Am Mittwoch kommt es bei lebhaftem, an der Küste und auf den Bergen teils stürmischem westlichen Wind zu weiteren, im Weststau der Mittelgebirge auch länger andauernden Niederschlägen. Diese fallen im Flachland teils als Regen, teils als Graupel oder Schnee, in Lagen oberhalb etwa 300 m durchweg als Schnee. Im Bergland kommt es zu Schneeverwehungen. Die Höchstwerte liegen zwischen 1 und 6 Grad.
In der Nacht nähert sich von der Nordsee und den Benelux-Staaten ein großräumiges Niederschlagsgebiet, das ostwärts vorankommt. Dabei fällt anfangs Schnee, der aber rasch in Regen übergeht. Die Nachttemperatur liegt zwischen 4 Grad im Nordwesten und minus 3 Grad in Südostbayern. Der Wind frischt stark bis stürmisch auf. Am Donnerstag fällt bei Werten zwischen 4 und 10 Grad zum Teil länger andauernder und kräftiger Regen.
Am Sonntag im Flachland Schnee oder Schneeregen
Am Freitag gibt es in der Südhälfte teils ergiebige Regenfälle, im Norden wiederholt Schauer. Die Temperaturen liegen meist zwischen 3 und 8 Grad, im Südwesten bei 6 bis 10 Grad. Dazu weht ein lebhafter, in Böen starker bis stürmischer westlicher Wind, anfangs sind an der See und im Bergland auch schwere Sturmböen möglich. In der Nacht liegen die Temperaturen zwischen plus 5 und 0 Grad, bei Aufklaren gibt es leichten Frost.
Am Samstag ist es im Süden noch regnerisch, später gehen die Niederschläge im Bergland in Schnee über. Auch im übrigen Land vermischen sich die Schauer zunehmend mit Schnee. Die Höchstwerte liegen bei 2 bis 7 Grad. Der Wind weht nach wie vor lebhaft. In der Nacht kühlt sich die Luft auf Werte um oder etwas unter null Grad ab.
Am Sonntag und Montag gibt es einzelne Schauer, auch in tiefen Lagen meist als Schneeregen oder Schnee, am Alpenrand und am Nordrand der Mittelgebirge kann es auch längere Zeit schneien. Bei allmählich nachlassendem Wind steigt die Temperatur auf 0 bis 6 Grad, an den Alpen und in den Mittelgebirgen herrscht leichter Dauerfrost. In den Nächten wird es 1 bis minus 5 Grad kalt, über Schnee und in ungünstigen Lagen auch noch kälter.
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