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Zugverkehr im Norden eingeschränkt
Sturmtief "Sebastian" hinterlässt zahlreiche Schäden

Sturmtief "Sebastian": Zugverkehr im Norden weiter eingeschränkt
Eine Sturmflut überschwemmt am 13.09.2017 den Strand von St. Peter-Ording in Schleswig-Holstein. FOTO: dpa, run tba
Berlin/Düsseldorf. Das Orkantief "Sebastian" hat in Deutschland zahlreiche Bäume entwurzelt. Im Sauerland starb ein Mensch. Am Donnerstag gibt es im Norden noch Behinderungen im Zugverkehr. Im Südwesten rechnet der Deutsche Wetterdienst mit den nächsten Unwettern. 

Am Donnerstagmorgen spüren Pendler noch die Folgen des ersten großen Herbststurms. Wie die Bahngesellschaft Metronom mitteilte, ist die Strecke von Hamburg nach Bremen zwar wieder freigegeben, Verspätungen aber seien möglich. Der Betrieb zwischen Hamburg und Cuxhaven bleibe weiterhin gesperrt. Die S-Bahn zwischen Hamburg und Stade könne eingleisig fahren, Metronomzüge allerdings noch nicht. Auf den Strecken Buchholz-Rotenburg-Bremen, Hamburg-Lüneburg-Uelzen sowie zwischen Uelzen und Göttingen sei ein Regelverkehr möglich, aber auch dort müsse mit Verspätungen gerechnet werden.

Derweil warnte der Deutsche Wetterdienst (DWD) für Donnerstag vor Unwettern im Südwesten Deutschlands. Im südlichen Hessen, Teilen Baden-Württembergs, in Rheinland-Pfalz und dem Saarland könne es zu Dauerregen mit Hochwasser, Überschwemmungen und Erdrutschen kommen.

Sturmflut in Hamburg und Ausnahmezustand in Berlin

Das Orkantief "Sebastian" war am Mittwoch mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 150 Stundenkilometern über Deutschland gezogen. Etliche Bäume wurden entwurzelt, Baugerüste umgeworfen. Bei Brilon im Hochsauerlandkreis fiel eine 20 Meter hohe Fichte auf einen 53-jährigen Mann, der dabei tödlich verletzt wurde. Auch in Hamburg wurde ein Mann von einem umgestürzten Baugerüst getroffen und starb. Am späten Mittwochabend setzte eine Sturmflut den Fischmarkt im Stadtteil St. Pauli unter Wasser.

In Berlin rief die Feuer am Mittwochnachmittag wegen der vielen wetterbedingten Einsätze für knapp zwei Stunden den Ausnahmezustand aus. Zu etlichen Feuerwehreinsätzen kam es auch in Ostfriesland und in Bremen. An der Nordsee fielen viele Fährverbindungen aus. Zuvor hatte "Sebastian" bereits die Niederlande erreicht. Am Amsterdamer Flughafen Schiphol wurden zeitweise Start- und Landebahnen geschlossen.

Die Bahn setzte nach eigenen Angaben Hunderte Mitarbeiter ein, um die Sturmschäden zu beseitigen. So mussten Bäume von den Gleisen geräumt und beschädigte Oberleitungen repariert werden. Für gestrandete Passagiere stellte die Bahn Hotelzüge in den Bahnhöfen von Bremen, Dortmund, Hamburg und Hannover bereit. Dort konnten Reisende übernachten. Das Technische Hilfswerk habe Decken organisiert, sagte ein Bahnsprecher. Außerdem seien die Reisenden mit Suppen und Getränken versorgt worden.

(oko/dpa)
 
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