| 08.21 Uhr

Ungewöhnliche Aktion
Stuttgarter Läden wehren sich gegen Primark-Eröffnung

Stuttgart: Lokale Läden wehren sich gegen Primark-Eröffnung
Mehrere Frauen sitzen auf einer Bank mit Einkaufstüten der Modekette Primark (Symbolbild). FOTO: Arno Burgi/dpa
Stuttgart. In Stuttgart soll eine weitere Primark-Filiale eröffnen. Als Kritik an der Neueröffnung haben sich lokale Läden eine ungewöhnliche Aktion ausgedacht. Kunden des Textildiscounters sollen ihre neu gekaufte Kleidung in einen eigens aufgestellten Container werfen.

Im Müll wollen die Läden die Kleidung damit aber nicht sehen: Die am Dienstag gesammelten Teile sollten an Bedürftige gehen, hieß es auf der Facebookseite der Veranstalter. Der Kaufbetrag von allen Stücken in der Tonne soll zudem an eine wohltätige Organisation gespendet werden. Hinter der Aktion stehen das "Kaufhaus Mitte", das vor allem regionale Ware verkauft, und das Café "Mission Coffee".

Kritiker werfen dem irischen Textildiscounter Primark Ramschpreise vor. In Stuttgart soll am Dienstag bereits die zweite Primark-Filiale eröffnet werden.

Primark teilte auf Anfrage zur Gegenaktion mit, das Unternehmen sei "stolz darauf, seinen Kunden allerneueste Mode zu angemessenen Preisen anzubieten, da wir der Meinung sind, dass modische Kleidung für jeden erschwinglich sein sollte". Die Kleidungsstücke sollten "ein Lieblingsstück im Kleiderschrank" werden. Auf die geplante Aktion ging Primark nicht näher ein.

(ate/dpa)
 
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