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Test in Stuttgart
S-Bahn soll durch leuchtenden Bahnsteig pünktlicher werden

Stuttgart: S-Bahn testet leuchtende Bahnsteigkante
LED-Signale zeigen an der Bahnsteigkante die Position von Türen. FOTO: dpa, scg kno
Stuttgart. Um endlich pünktlicher zu werden, testet die Stuttgarter S-Bahn von Montag an eine deutschlandweite Innovation: die leuchtende Bahnsteigkante. Und es ist nicht die einzige Neuerung auf der Strecke.

Am Gleis 2 des Bahnhofs Bad Cannstatt zeigen im Boden eingelassene Leuchtsymbole vor der Einfahrt des nächsten Zuges, wo der Zug hält und wo genau sich die Türen befinden. Die Hoffnung der Bahn: Die Fahrgäste stehen damit am Bahnsteig immer an der richtigen Stelle, das Einsteigen geht zügiger.

Die Bahn kündigte für Montag die Deutschlandpremiere des ersten leuchtenden Bahnsteiges an, der nicht die einzige Änderung sein soll: Geplant ist, dass in den Wagen des jeweiligen Zuges per Kamera - natürlich anonymisiert - erfasst wird, wo sich noch freie Sitzplätze befinden. An der Bahnsteigkante zeigen LED-Signale mit einer Farbskala dann die Anzahl an. "Dynamische Wegeleitung mit Leuchtstreifen", heißt das bei der Bahn.

Als ein Anlass für das Ganze gelten millionenschwere Strafen, die von der S-Bahn Jahr für Jahr unter anderem wegen chronischer Unpünktlichkeit gezahlt werden müssen.

Seit Ende 2013 werden am Hauptbahnhof in den Stoßzeiten schon S-Bahn-Helfer eingesetzt, die dafür sorgen sollen, dass sich die Abfahrten nicht durch im letzten Moment reinspringende Fahrgäste verzögert. Das habe sich bewährt und werde ausgebaut, hieß es.

(wer/dpa)
 
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