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Kriegsbeute der Nazis
Suche nach angeblichem Goldzug in Polen hat begonnen

Forscher graben in Polen nach Zug
Forscher graben in Polen nach Zug FOTO: ap, CS
Warschau. Nach langen Spekulationen weit über Polen hinaus soll das Rätsel um den angeblichen Zug mit Nazigold aus dem Zweiten Weltkrieg endlich gelöst werden. Am Dienstag begannen die Grabungen in einem Waldstück.

Zwischen Wroclaw (Breslau) und dem niederschlesischen Walbrzych (Waldenburg), am inzwischen berühmt gewordenen Bahnkilometer 65, haben die Grabungen begonnen. Die Hobbyhistoriker Piotr Koper und Andreas Richter, die den Zug mit einem Bodenradar geortet haben wollen, hoffen, innerhalb einer Woche Ergebnisse zu erzielen, wie ihr Sprecher mitteilte. Es werde an drei Stellen und in bis zu sechs Metern Tiefe gegraben. Das Suchgebiet sei für die Öffentlichkeit gesperrt worden – aus Sicherheitsgründen. Ein Kamerateam werde die Suche filmen und Videos online stellen.

Am Dienstagmorgen hatte sich der Beginn der Suche zunächst verzögert. Der Strom am Grabungsort sei nicht rechtzeitig abgeschaltet worden, berichtete der Sender TVN24. Dies hätte für die Arbeiten am Bahnkilometer 65 eine Gefahr darstellen können. Die Suche hatte ursprünglich um 8 Uhr beginnen sollen, mit etwas Verspätung ging es schließlich los.

Über den angeblichen Goldzug kursieren in der Region seit den 70er Jahren Gerüchte. Die Nazis sollen damit Kriegsbeute vor der heranrückenden Sowjet-Armee versteckt haben. Beweise dafür gibt es keine. Experten aus Krakau zweifelten sogar daran, dass die Bodenaufnahmen des Schatzgräber-Duos echt sind. 

Sehen Sie hier die Bilder der Grabungen. 

(dpa/jeku)
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