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Suchaktion
Taucher bergen Leiche bei BASF-Anlage

Tauchen bergen Leiche bei BASF-Anlage
Zwei Tage nach der Explosion ist der Zugang zur Unglücksstelle noch immer nicht möglich. FOTO: dpa, arn kno
Ludwigshafen. Polizeitaucher haben eine Leiche im Hafenbecken nahe der BASF-Anlage Ludwigshafen gefunden. Zwei Tage nach der Explosion war noch immer eine Person vermisst worden.

17 Taucher der Polizei und Feuerwehr waren an der mehrstündigen Suchaktion beteiligt. Einer Polizeisprecherin zufolge sei noch nicht gesichert, ob es sich bei der Leiche um den vermissten Matrosen eines Tankschiffes handle. Eine Obduktion soll darüber Aufschluss geben.

Die Einsatzkräfte hatten das vermisste mutmaßliche dritte Todesopfer von vornherein in dem Hafenbecken unweit des Unglückszentrums vermutet. Ein Tauchereinsatz sollte nach deren Angaben vom Dienstag aber erst beginnen, nachdem das Areal rund um die explodierten Pipelines vollständig gesichert war. Dafür mussten sie unter anderem zunächst abwarten, bis alle Chemikalienreste aus den geborstenen Rohren abgeflossen waren.

Staatsanwaltschaft ermittelt

Nach Angaben der Beamten suchten Polizeitaucher das Hafenbecken ab und bargen dabei gegen 12.30 Uhr die Leiche. Die Staatsanwaltschaft in Frankenthal leitete wegen des Unglücks Ermittlungen unter anderem wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung ein.

"Leider müssen wir davon ausgehen, dass unsere Befürchtungen traurige Gewissheit werden und wir ein drittes Todesopfer zu beklagen haben", erklärte BASF-Vorstandsmitglied Margret Suckale am Mittwoch. "Unsere Gedanken sind bei den Angehörigen und den Verletzten." Die Mitarbeiter hätten am Mittwoch den Opfern in einer Schweigeminute gedacht. Der Konzern werde die Suche nach der Unfallursache "bestmöglich unterstützen".

(bur/dpa/afp)
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