Amokläufer von Winnenden: Tim K. offenbarte schon 2008 Mordgedanken
zuletzt aktualisiert: 19.04.2009 - 09:08München (RPO). Hätte das Unfassbare verhindert werden können? Der Amokläufer von Winnenden hat offenbar einem Psychiater im Frühjahr 2008 von seinen Mord-Phantasien erzählt. Das berichtet ein Nachrichtenmagazin unter Berufung auf Ermittlungsakten. Unterdes ist der genaue Tathergang der Schiesserei vor dem Autohaus mit Hilfe einerÜberwachungskamera geklärt worden.
Laut "Focus" erklärte Tim K. beim ersten Gespräch im Psychiatrischen Institut Weinsberg, dass in ihm "zumindest phasenweise Hass- und Tötungsgedanken gegen Menschen aufkommen". Suizidabsichten habe er verneint. Die Ärzte hätten bei dem Jugendlichen nach fünf ambulanten Sitzungen eine "soziale Phobie" diagnostiziert.
Genauer Tathergang vor Autohaus geklärt
Aus den Polizeiakten gehe weiter hervor, dass der brisante Schlussakt des Amoklaufs vom 11. März zufällig gefilmt wurde. Laut "Focus" nahm die Überwachungskamera eines Paketdienstes in Wendlingen die Konfrontation zwischen der Polizei und dem Täter auf.
Aus diesen Aufzeichnungen wird klar, dass die erste Schiesserei zwischen Tim K. und den Sicherheitskräften, bei der der Amokläufer verletzt wurde, genau 39 Sekunden dauerte. Um 12.13 Uhr und 31 Sekunden verließ ein Polizist seine Deckung, um den Täter zu überwältigen. Genau drei Sekunden später schoss Tim K. erneut und rannte in ein Autohaus, wo er zwei weitere Männer tötete.
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