Amokläufer von Winnenden: Tim K. schrieb im Internet über seine Gewaltfantasien
zuletzt aktualisiert: 06.05.2009 - 10:53Hamburg (RPO). Der Amokläufer von Winnenden hat laut eines Berichts der Illustrierten "Stern" vor seiner Tat auf einer Internetplattform über seine Gewaltfantasien geschrieben. Demnach war Tim K. bei der Internetplattform Kwick.de unter dem Pseudonym "JawsPredator1" angemeldet.
In einem Forum zum Thema "Noch eine Woche zu leben - was ist wichtig?" habe Tim K. darüber diskutiert, wie er im Falle einer tödlichen Krankheit seine letzten Tage verbringen wolle: "Ich würde da garantiert an Scheiße bauen denken. Alle umbringen, die hass und so das würden bestimmt voll viele machen."
Laut des Magazins schrieb Tim K. weiter: "Also ich meine nur man wird noch berühmt und bleibt anderen Menschen im Gedächtnis." Der Amokläufer habe ergänzt: "Das würde bestimmt voll Spaß machen. Den Angehörigen der Opfer würde es weniger Spaß machen."
Das Portal wird dem Bericht zufolge von Jugendlichen häufig als Kontaktbörse genutzt. Drei Tage vor dem Amoklauf habe der 17-Jährige sein Profil gelöscht. Verbliebene Spuren würden derzeit von Ermittlern ausgewertet.
Als Vorbild habe Tim K. in dem Forum den US-amerikanischen Serientäter Ted Bundy genannt, der in den 70er Jahren mindestens 28 Frauen ermordet hatte. Die Eintragungen auf Kwick.de stammten "definitiv von Tim K.", sagt der Pressesprecher des Portals, Kai Hummel, dem Magazin.
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