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Bischof von Dresden-Meißen
Münsteraner Weihbischof Timmerevers gilt als Favorit

Dresden/Oldenburger. Der Münsteraner Weihbischof Heinrich Timmerevers soll neuer katholischer Bischof des Bistums Dresden-Meißen werden. Das meldeten sowohl der MDR als auch die "Oldenburgische Volkszeitung" ohne Berufung auf Quellen. Die mit Spannung erwartete Personalie solle an diesem Freitag bekanntgegeben werden.

Das Bistum Dresden-Meißen ist seit sieben Monaten ohne Bischof. Aus Kreisen der sächsischen Landesregierung soll nun durchgesickert sein, dass der Münsterander Weihbischof Heinrich Timmerevers zum Bischof des Ost-Bistums ernannt werden soll. Die Landesregierungen von Sachsen und Thüringen, auf deren Gebiet das Bistum Dresden-Meißen liegt, hätten am Dienstag keine politischen Bedenken gegen eine Ernennung vorgebracht, berichtete der MDR. Die für das Bistum Dresden-Meißen geltenden staatskirchlichen Regelungen bedeuten in solchen Fällen jedoch kein staatliches Vetorecht.

Laut "Berliner Morgenpost" soll allerdings der Weihbischof von München und Freising, Wolfgang Bischof (55) den Hirtenstab in Dresden-Meißen bekommen. Beide Personalien wurden von kirchlicher Seite nicht bestätigt.

Im September hatte Heiner Koch die Diözese nach zweieinhalb Jahren verlassen und die Leitung des Erzbistums Berlin übernommen.
Seither leitet Domkapitular Andreas Kutschke das Bistum übergangsweise als Diözesanadministrator.

Der 63-jährige Timmerevers stammt aus Garrel-Nikolausdorf im Landkreis Cloppenburg. 2001 erhielt er vom damaligen Münsteraner Bischof Reinhard Lettmann die Bischofsweihe. Seither steht er als Weihbischof an der Spitze des Ordinariates Vechta. In diesem niedersächsischen Teils des Bistums Münster mit den Regionen Oldenburg und Vechta leben rund 260.000 Katholiken.

(rent/KNA)
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