England empört über Maddie-Cover: Titanic: Satire scharf an der Grenze
zuletzt aktualisiert: 02.11.2007 - 17:30Düsseldorf (RPO). Die "Titanic" nennt sich selbst "das endgültige Satiremagazin". Mit der aktuellen "Maddie"-Ausgabe sorgen die Macher erneut für internationale Schlagzeilen. Die Eltern der seit sechs Monaten verschwundenen Madeleine McCann reagieren empört. Nicht die erste Titel-Story des Magazins, die für Aufregung sorgt.
In der aktuellen Ausgabe greift das Satire-Magazin das Schicksal der kleinen Madeleine McCann auf. Die "Titanic" hatte eine Doppelseite im Layout einer Supermarktanzeige veröffentlicht. Unter der Überschrift: "Find Maddie - in Ihrem Supermarkt ist eine Maddie versteckt" bildet die Zeitschrift Produkte ab, auf denen das Gesicht der Vierjährigen zu sehen ist. So wurde aus "Maggi Würze" beispielsweise "Maddie Würze".
Die Eltern des Mädchen reagierten entsetzt und verärgert. Ihr Sprecher nannte das Verhalten resepktlos, drohte rechtliche Schritte an.
"Titanic"-Herausgeber und Autor des Artikels Martin Sonneborn verteidigt das Magazin und lehnt eine Entschuldigung ab. Die Anzeige mit dem "bekanntesten Gesicht des Universums" sei die logische Folge von Maddies Berühmtheit, so der Journalist gegenüber einer Nachrichtenagentur. Das einzig Unverantwortliche sei die Aktion eines britischen Reporters, der ihren Eltern die "Titanic"-Doppelseite vor die Nase gehalten habe.
Auch auf ihre Internetseite legen die Macher nach. Neben dem "Titanic"-Schriftzug ist hier in englischer Sprache zu lesen: "Das ultimative Maddie-Magazin. Pflichtlektüre für die McCann-Familie".
Titanic: Satire scharf an der Grenze. Schon in der Vergangenheit sorgten Titel-Bilder und Geschichten für heiße Diskussionen. Eine Auswahl finden Sie oben.
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