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Flüchtlingsschutz
"Tote-Hosen"-Gitarrist: Deutschland darf sich nicht zurücklehnen

"Tote-Hosen"-Gitarrist: Deutschland darf sich nicht zurücklehnen
Toten-Hosen-Gitarrist Michael Breitkopf setzt sich für Flüchtlinge ein. In Düsseldorf hat er bereits häufiger Unterkünfte besucht. FOTO: A. Endermann
Düsseldorf. Michael Breitkopf (51), Gitarrist der Punkrockband "Die Toten Hosen", hat sich für ein europaweites Verteilsystem von Flüchtlingen ausgesprochen. Momentan würden Randstaaten der EU wie Griechenland, Italien oder Spanien alleingelassen, sagte er am Donnerstag.

"Deutschland dagegen kann sich erst einmal bequem zurücklehnen." Flüchtlinge sollten sich selbst aussuchen können, wo sie Asyl beantragen möchten.

In Deutschland gebe es derzeit verschiedene Tendenzen, so der Musiker. Viele Bürger setzten sich ehrenamtlich für Flüchtlinge ein. "Auf der anderen Seite gibt es immer wieder Leute wie die von Pegida, die versuchen, Flüchtlinge zum Sündenbock und zum Ziel von Anfeindungen zu machen." Um so wichtiger sei es, für Respekt, Toleranz und Menschenrechte einzutreten.

In diesem Zusammenhang sei auch das zuletzt umstrittene Kirchenasyl eine wichtige Einrichtung, sagte Breitkopf. Die Kritik aus der Politik sei bedauerlich. "Dennoch sollten Menschen weiterhin den Mut haben, anderen auf diesem Weg erfolgreiche Asylverfahren zu ermöglichen."

"Die Toten Hosen" unterstützen neben anderen Prominenten und kirchlichen Institutionen die aktuelle Kampagne der Flüchtlingsorganisation Pro Asyl. Sie setzt sich ein "für Flüchtlingsschutz - gegen Dublin III", so der Slogan.

(KNA)
 
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