Nach dem traurigen Auffinden der toten Michelle ist die Anteilnahme unter der Bevölkerung groß. Vor Michelles Grundschule versammeln sich immer wieder Menschen und trauern um die 8-Jährige. Einen Tag zuvor entdeckte ein Bürger ihren leblosen Körper in einem Weiher in Leipzig. Bereits kurz danach hatten sich die Anzeichen für den Tod Michelles verdichtet.
Unter den Trauernden befinden sich auch Eltern und Mitschüler von Michelle. Mit Entsetzen haben sie vom Tod des Mädchens erfahren. Viele entzünden Kerzen und legen Blumen, Dutzende Plüschtiere sowie handgemalte kleine Briefe ab. Unter Schock stehen auch die Lehrer der Grundschule. Nach Aussagen eines Sprechers seien die Pädagogen bestürzt und fänden keine Wort für die Tat. Wenn am kommenden Montag die Schule nach den Ferien beginnt, werden mehrere Psychologen für Schüler und Lehrer zur Verfügung stehen.
Auch vor dem Wohnhaus der Familie liegen Blumen und Kerzen. Hier hätte Michelle am Montag eintreffen sollen, erreichte jedoch ihr Zuhause nicht. Daraufhin suchten bis zu 350 Kräfte der Polizei Tag und Nacht nach dem rotblonden Mädchen.
Unter die Trauer um Michelle mischen sich immer wieder Fragen nach dem Warum. Anwohner aus der näheren Umgebung vermissen das 8-jährige Mädchen und suchen nach Gründen für die Tat.
Bereits kurz nachdem die Nachricht vom Tode Michelles bekannt wurde, strömten die Menschen vor die Grundschule und trauerten.
Um zu klären, ob Michelle Opfer eines Sexualverbrechens wurde, ließ die Polizei die Leiche obduzieren. Andere Einzelheiten zu den Ermittlungen geben die Ermittler indes nicht bekannt, um kein Täterwissen preiszugeben.
Um die fieberhafte Suche nach dem Täter zu intensivieren, wurde die Sonderkommission der Polizei auf 180 Ermittler aufgestockt. Profiler sind damit beschäftigt, ein mögliches Bild des Mörders zu erstellen. Die Sonderkommission ist damit nach Angaben des Dresdner Innenministeriums die größte in Sachsen seit der Wiedervereinigung.
Die 8-jährige Michelle sollte am Montag von einer Ferienbetreuung in der Grundschule, die nur 800 Meter von der Wohnung der Eltern entfernt liegt, nach Hause zurückkehren. Eine Freundin von ihr hatte sich auf dem Heimweg von ihr verabschiedet und sie zum letzten Mal gesehen. Danach war Michelle verschwunden.
Tagelang suchte die Leipziger Bevölkerung nach der Vermissten und hängte Fotos von dem Mädchen in der gesamten Stadt auf. Bis zur letzten Sekunde bestand die Hoffnung, Michelle doch noch lebend zu finden.
Vier Tage lang hatten die Beamten unter Hochdruck nach der Vermissten gesucht. So wurden auch Spürhunde eingesetzt, die die Spur nach dem Mädchen aufnehmen sollten. Acht Beamten wurden damit beauftragt, Videomaterial aus dem Überwachungssystem des Leipziger Nahverkehrs zu sichten. Polizeilich bekannte Sexualstraftäter werden im Zuge der Ermittlungen ebenfalls überprüft.