Verkauf bei eBay: Trio wegen Picasso-Fälschung angeklagt
zuletzt aktualisiert: 21.04.2006 - 16:20Konstanz (rpo). Drei Männer sind von der Staatsanwaltschaft Konstanz wegen der Versteigerung eines gefälschten Picasso-Gemäldes angeklagt worden. Den beiden Deutschen im Alter von 63 und 41 Jahren aus dem Raum Singen und dem 40-jährigen Schweizer aus dem Bezirk Reiat werden Urkundenfälschung, versuchter Betrug und Beihilfe vorgeworfen.
Laut Anklage haben der 41 Jahre alte deutsche und der schweizerische Angeklagte im Sommer 2005 vereinbart, ein dem Schweizer gehörendes Ölgemälde mit dem Titel "Gitarre und Kerze", welches die Signatur Picasso trug, über die Internethandelsplattform eBay zu veräußern. Beiden sei klar gewesen, dass das Gemälde nicht von dem berühmten Maler war. Der Schweizer habe das Bild im Jahr 2003 für lediglich 3.500 Franken erworben.
Der 63 Jahre alte Angeklagte erstellte laut Anklage auf Bitten der beiden anderen Männer eine handgeschriebene Expertise. Darin schrieb er das Bild "zweifelsfrei als eigenhändiges Werk" dem Künstler Pablo Picasso zu, obwohl er es für möglich gehalten habe, dass es nicht von Picasso stammte und nicht von Picasso signiert war, hieß es. Nach den Angaben namhafter Kunstexperten sei das Werk eine Fälschung, erklärte die Behörde. Claude Picasso habe mitgeteilt, dass das Bild und die Signatur nicht von der Hand seines Vaters stammten, sagte Gruhl.
Ein Termin zur Verhandlung vor dem Amtsgericht Konstanz war zunächst nicht bekannt.
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