| 19.41 Uhr

Umfrage
Mehrheit der Bürger will Beitritt zum Atomwaffenverbotsvertrag

Offizielle und inoffizielle Atommächte
Offizielle und inoffizielle Atommächte FOTO: ddp
Berlin. Mehr als zwei Drittel der Bundesbürger wollen, dass Deutschland dem Atomwaffenverbotsvertrag der Vereinten Nationen beitritt. Das geht aus einer am Montag veröffentlichten Umfrage hervor.

71 Prozent der Befragten sind demnach der Meinung, dass die künftige Bundesregierung dem Abkommen beitreten sollte. 14 Prozent sind dagegen, 15 Prozent machten keine Angabe.

Im Juli hatten die Vereinten Nationen einen Vertrag zum Verbot von Atomwaffen verabschiedet. Die 122 an den Verhandlungen teilnehmenden Länder verpflichteten sich damit, "nie, unter keinen Umständen" Atomwaffen zu entwickeln, herzustellen, anzuschaffen, zu besitzen oder zu lagern. Die Auswirkungen des völkerrechtlich verbindlichen Dokuments sind allerdings extrem fraglich, da keiner der bis zu neun Staaten, die im Besitz von Atomwaffen sind, an den Verhandlungen teilgenommen hatte. Auch Deutschland und andere Nato-Mitglieder hielten sich fern, weil die nukleare Abschreckung zur Strategie des Bündnisses zählt. Ab dem 20. September liegt der Vertrag bei den Vereinten Nationen zur Unterzeichnung aus.

Für die Umfrage befragte das Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Internationalen Kampagne zur Abschaffung von Atomwaffen (ICAN) zwischen dem 21.8. und 23.8.2017 insgesamt 2060 Bundesbürger. Die Frage lautete: "Sollte Ihrer Meinung nach die künftige Bundesregierung dem Vertrag beitreten?"

(felt/dpa)
 
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