16 Tonnen Exkremente abgeladen: Umweltschützer kippen Mist vor Gentechnik-Konzern
zuletzt aktualisiert: 01.04.2011 - 13:27Einbeck (RPO). Mit einer spektakulären Aktion haben Umweltschützer am Freitag in Niedersachsen gegen die Aussaat von gentechnisch veränderten Rüben durch das Unternehmen KWS Saatgut AG protestiert. Vor der Konzernzentrale in Einbeck kippten die Demonstranten 16 Tonnen Mist ab.
Andere Aktivisten hätten Transparente aufgespannt und mit Sambatrommeln für Aufmerksamkeit gesorgt, teilte der Sprecher der Gentechnik-Gegner, Philipp Brändle, mit. Das Motto der Aktion lautete "KWS - behalte deinen Gentechnik-Mist".
Die KWS Saat AG hatte vor wenigen Tagen auf einem Versuchsfeld bei Northeim die gentechnisch manipulierten Rüben ausgesät. Die Pflanzen sind nach Unternehmensangaben resistent gegen Herbizide.
Umweltschützer protestieren seit Jahren gegen die KWS und ihre Freilandversuche. Sie befürchten unter anderem, dass sich das gentechnisch veränderte Saatgut mit anderen Pflanzen vermischen könnte. 2008 besetzten Demonstranten das Northeimer Versuchsfeld der KWS und errichteten dort aus Holz und Zelten ein Protestdorf.
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