Nach Brand in Ludwigshafen: Unruhestifter versenden falsches Bekennerschreiben
zuletzt aktualisiert: 14.02.2008 - 18:48Ludwigshafen (RPO). Ein vermeintliches Bekennerschreiben zur Ludwigshafener Brandkatastrophe hat die Kriminalpolizei als Trittbrettfahrerreaktion eingestuft. Bei dem Verfasser des Briefs handele es sich "eindeutig" um einen Unruhestifter, sagte der zuständige Leitende Oberstaatsanwalt Lothar Liebig am Donnerstag in Ludwigshafen.
Das Schreiben mit dem Absender "Deutscher Widerstand" sei am Montag bei der Zeitung "Mannheimer Morgen" eingetroffen, die es umgehend an die Polizei weitergeleitet habe.
Das Unglück am 3. Februar, bei dem neun Menschen ums Leben kamen, sei "kein Zufall" gewesen, habe der Verfasser des Schreibens behauptet, erläuterte Liebig. Das Haus, so habe im Brief gestanden, sei "abgefackelt" worden.
Experten des Landes- und des Bundeskriminalamts seien nach "Material- und Textanalysen" zu dem Schluss gekommen, dass das Schreiben keinen authentischen Hintergrund habe, sagte Liebig. Diese Einschätzung könne "mit aller Klarheit und Sicherheit" abgegeben werden.
Bei dem Brand am Fastnachtssonntag waren in dem ausschließlich von Türken bewohnten Haus neun Menschen ums Leben gekommen, darunter fünf Kinder. Mehrs als 60 Menschen wurden verletzt. Die Brandursache ist den Ermittlern zufolge noch unklar.
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