Zehnjähriger stirbt auf Fehmarn: Ursache für Tauchunfall weiter unklar
zuletzt aktualisiert: 19.07.2010 - 20:28Kiel (RPO). Die Ursache für den tödlichen Tauchunfall eines Zehnjährigen auf der Ostseeinsel Fehmarn ist weiter unklar. Die bei dem Unfall ebenfalls verletzte 16 Jahre alte Urlauberin aus Marburg (Hessen) schwebt weiter in Lebensgefahr, wie ein Polizeisprecher am Montag in Lübeck sagte.
Erkenntnisse erhoffen sich die Ermittler von der Untersuchung der Tauchflaschen und -bekleidung der beiden Verunglückten. Gegen den 20 Jahre alten Tauchlehrer der Urlauber wird wegen Verdachts der fahrlässigen Tötung ermittelt. Die Ermittler untersuchen auch im Umfeld des Mannes, ob alle notwendigen und erforderlichen Sicherheitsvorschriften und -vorkehrungen eingehalten wurden.
Der Zehnjährige aus Guxhagen (Hessen) war in der Nacht zum Sonntag in einer Kieler Klinik verstorben. Er war zusammen mit der 16-Jährigen am Freitag beim Tauchgang einer Gruppe mit Tauchlehrer nicht mehr an die Wasseroberfläche gekommen. Rettungskräfte eines Seenotkreuzers, der zufällig in der Nähe war, konnten kurz darauf die Jugendliche bergen. Sie wurde wiederbelebt und mit einem Rettungshubschrauber in eine Klinik geflogen.
Der Junge wurde nach 20 Minuten Suche im Wasser treibend entdeckt. Etwa eine Stunde versuchten Rettungskräfte und Notärzte, das Kind zu reanimieren. Der Zehnjährige wurde in die Uniklinik Kiel gebracht, wo er später verstarb. Die Familie des Jungen befand sich auf Fehmarn im Urlaub.
Die Tauchgruppe hatte sich 50 bis 60 Meter vom Ufer entfernt befunden. An dieser Stelle ist die Ostsee 2,50 Meter tief.
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